Hinführung 14. Sonntag im Jahreskreis, 06.07. 2025, Lk 10, 1-12. 17-20
Mag. Bernhard Kathrein-Wieser BA BA MA, Pastoralassistent:in im SR Seelsorgeraum Westliches Mittelgebirge
Jesus sendet zweiundsiebzig Jünger aus, um seine Botschaft zu verkünden. Sie gehen zu zweit in Städte und Ortschaften, in die er selbst noch kommen will. Ihre Sendung ist nicht einfach eine Reise, sondern ein Auftrag: Sie sollen den Frieden Gottes bringen, Kranke heilen und das Reich Gottes verkünden. Doch sie gehen nicht als unabhängige Boten, sondern als Gesandte mit einer klaren Haltung: Sie sollen nichts mitnehmen, keinen Geldbeutel, keine Vorratstasche, nicht einmal Schuhe. Ihre Sicherheit liegt nicht in materiellen Dingen, sondern im Vertrauen auf Gott und die Gastfreundschaft der Menschen, denen sie begegnen. Jesus spricht von der Ernte, die groß ist, aber von wenigen Arbeitern. Damit macht er deutlich, dass die Botschaft des Evangeliums offen ist für viele, aber es Menschen braucht, die bereit sind, sie weiterzutragen. Die Jünger werden gesandt, ohne etwas zu besitzen, doch mit einer wichtigen Gabe: Sie tragen den Frieden in sich. Wenn sie in ein Haus kommen, sollen sie sagen: „Friede diesem Haus!" Dieser Friede ist nicht nur ein Gruß, sondern eine reale Kraft. Wo er angenommen wird, kann er wirken; wo er abgelehnt wird, bleibt er nicht verloren, sondern kehrt zu den Jüngern zurück. Doch nicht alle Orte werden die Jünger willkommen heißen. Jesus bereitet sie auf Widerstand vor: „Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe." Sie sollen weiterziehen, wenn man sie nicht aufnimmt, und dennoch daran festhalten: „Das Reich Gottes ist nahe." Das bedeutet, dass die Gegenwart Gottes nicht an menschliche Zustimmung gebunden ist. Ob die Menschen die Botschaft annehmen oder ablehnen, Gottes Nähe bleibt eine Wirklichkeit. Nach ihrer Rückkehr berichten die Jünger mit Freude von ihren Erfahrungen. Sie haben erlebt, dass ihnen sogar Dämonen gehorchen. Doch Jesus lenkt ihren Blick auf das Wesentliche: Nicht ihre Macht oder Erfolge sollen sie erfüllen, sondern die Gewissheit, dass ihre Namen im Himmel verzeichnet sind. Damit macht er deutlich, dass das wahre Geschenk nicht in äußeren Zeichen der Vollmacht liegt, sondern in der Zugehörigkeit zu Gott.
Fragen zum Text:
Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der
Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol
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Kategorie: Hinführung, Lesejahr C
Datum: 01.07.2025
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