Hinführung Dreifaltigkeitssonntag, 22.06. 2025, Lk. 9,18-24
Dekan Franz Troyer, Leiter der Bibelpastoral Innsbruck
Evangelium Lukas 9,18-24
Und es geschah: Jesus betete für sich allein und die Jünger waren bei ihm. Da fragte er sie: Für wen halten mich die Leute? Sie antworteten: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elija; wieder andere sagen: Einer der alten Propheten ist auferstanden. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Petrus antwortete: Für den Christus Gottes. Doch er befahl ihnen und wies sie an, es niemandem zu sagen. Und er sagte: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohepriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er muss getötet und am dritten Tage auferweckt werden. Zu allen sagte er: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten.
Wer ist Jesus – ca. 30 n.Chr.
Die Frage drängt sich auf. Jesus stellt sie sogar selbst: Für wen halten mich die Menschen?
Die Jünger setzen hoch an mit Johannes dem Täufer, Elija oder einem anderen wichtigen Propheten des Volkes Israel. Das ist für Jesus zu wenig. Er will nicht nur ein abstraktes theoretisches Reden über ihn, sondern eine persönliche Stellungnahme: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Die Frage geht über die Jahrhunderte weiter: Für wen hältst du Jesus? Wer ist Jesus für dich? Der Apostel gibt voll Überzeugung seine Antwort.
Wer ist Jesus - Konzil von Nicäa im Jahr 325 n.Chr.
Nach Jahrzehnten der Christenverfolgung wurde das Christentum im Jahr 313 durch Kaiser Konstantin im gesamten römischen Reich erlaubt. Kaiser Theodosius macht das Christentum im Jahr 380 zur Staatsreligion und verbietet zehn Jahre später alle heidnischen Kulte und Opfer. Für Kaiser Konstantin ist wichtig, dass die christliche Religion mithilft, das Miteinander und die Einheit im Reich zu stärken. So beruft er selbst im Jahr 325 in Nicäa – heuer feiern wir dazu das 1700 Jahrjubiläum- ein ökumenisches Ziel ein, um die Frage zu klären, wer Jesus ist. Ist Jesus (ein) Gott? Ist er ein Supermensch? Ist er ein besonderer Mensch? Der Streit entfachte sich damals anhand der Behauptung des Arius, Jesus sei ein Supermensch und höher als die Engel, aber nicht Gott. Arius wollte damit u.a. den jüdischen Eingott-Glaube „retten". Das Konzil betonte, dass Jesus zu 100 Prozent Gott und zu 100 Prozent Mensch ist und verurteilte Arius.
Fragen: Wer ist Jesus – heute
Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der
Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol
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Kategorie: Hinführung, Lesejahr C
Datum: 16.06.2025
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