Hinführung 7.Sonntag der Osterzeit, 01.06. 2025, Joh 17, 20-26
Dekan Franz Troyer, Leiter der Bibelpastoral Innsbruck
Gebet Jesu beim letzten Abendmahl
Ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben. Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins sind, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir. So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und sie ebenso geliebt hast, wie du mich geliebt hast. Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin. Sie sollen meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, weil du mich schon geliebt hast vor Grundlegung der Welt. Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, ich aber habe dich erkannt und sie haben erkannt, dass du mich gesandt hast. Ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und ich in ihnen bin.
Auffällig und natürlich aussagestark! Die letzten längeren Worte Jesu im Johannesevangelium sind ein Gebet an seinen Vater. Nach der langen Abschiedsrede in den Kapiteln 13 bis 16, in denen Jesus das neue Liebesgebot „Liebt einander, wie ich euch geliebt habe" wiederholt und den Heiligen Geist als Beistand verspricht, bringt Jesus jetzt im 17 Kapitel sein Leben und Lebenswerk noch einmal auf den Punkt. Die Gebetsworte Jesu in Johannes 17 sind das längste Gebet Jesu in der Bibel. Sie sind uns sprachlich nicht so vertraut und vielleicht sogar befremdend. So möchte ich heute einige Verbindungen zum Vaterunser aufzeigen.
Vater
Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin (V 21)
Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin (V 24)
Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, ich aber habe dich erkannt (V 25)
Jesus spricht in dieser entscheidenden Stunde Gott selbstverständlich als seinen Vater an.
Im Vaterunser lehrt uns Jesus, Gott als Vater anzureden. Seite an Seite und Schulter an Schulter dürfen wir in dieses innige Verhältnis mit Gott eintreten.
Name – Dein Name werde geheiligt
Ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun (V 26)
Den Namen von jemanden kennen bedeutet, jemanden genauer zu kennen. Wir alle haben einen Namen und sind nicht nur eine Nummer. Gott offenbart dem Mose seinem Namen am brennenden Dornbusch und macht damit eine ganz neue Form von Begegnung und Miteinander möglich.
Fragen
Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der
Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol
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Kategorie: Hinführung, Lesejahr C
Datum: 27.05.2025
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