Hinführung 2. Fastensonntag 2025


Für die Weggemeinschaften und alle Interessierte gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

Hinführung 2. Fastensonntag im Jahreskreis, 16.03.2025, Lk 9, 28b-36
Dominik Höchtl, Pastoralassistent Citypastoral

Es ist eine Erzählung wie ein Traum. Da nimmt mich ein Mensch mit sich, um auf einen Berg zu steigen. Die Erfahrung wird zum Gebet, in dem sich Himmel und Erde berühren, wo der Körper dieses Menschen strahlt vor Lebendigkeit und sich das Himmlische in einer Wolke der Erde zuneigt. Dazwischen: Mose und Elija – sie sprechen mit diesem Menschen und von seinem „Exodos" [im gr. Original] – mehr verstehe ich nicht, dann wache ich auf; oder es scheint so, denn der Traum ist nicht vorbei, da sagt einer neben mir, wir wollen drei Hütten bauen und es ist, als würde eine Stimme aus der Wolke sprechen, dieser Mensch ist sein Sohn, und: auf ihn sollst du hören.

Ich frage mich nach diesem Traum: Was hat das mit meinem Leben zu tun? Doch ich bin noch zu sehr bei der Szene und den Menschen darin. Bei Mose und Elija, die das Gesetz und die Propheten des Ersten Testamentes repräsentieren – v.a. aber: den Exodus der Israeliten aus Ägypten. Und einen solchen scheinen sie anzukündigen. Ist es das? Diese Verwandlung des Körpers, dieses Strahlen, diese Lebendigkeit – sind sie Zeichen eines neuen Exodus?

Dann: Petrus möchte drei Hütten bauen – ein Laubhüttenfest begehen, wie die Israeliten nach ihrer Befreiung. Die provisorischen Behausungen symbolisieren ein neues Leben, das anbricht, befreit von einer Altlast, sich auf die Zukunft ausrichten.

Jetzt erst bemerke ich, dass ich nicht bei mir bin – also noch einmal: Was hat das alles mit meinem Leben zu tun? Und ich denke an Szenen in meinem Leben, da mich eine Erkenntnis trifft und ich mit einem Mal wie elektrisiert bin: Der Moment als ich mein Unglück in meinem Job sah und wie mich Lebendigkeit erfasst, etwas anderes zu tun! Oder als mir die Augen aufgegangen sind, wie ich unter dieser Beziehung litt und mir die Trennung wie befreiend erscheint! Oder umgekehrt: Wie gut tut mir dieser Mensch und auf einmal merke ich, wie viel mir ermöglicht wurde, weil er in meinem Leben ist!

Momente eines „Ah, das ist es!", die mich körperlich erfassen und ich danach wie verwandelt bin. Das ist nicht der Exodus aus dem Tod, der bei Jesus hier vorbereitet wird. Doch sind es diese kleinen Befreiungen, die auch zum Exodus in ein neues, erfüllteres Leben Hier und Jetzt gehören.

 

Fragen:

  • Kenne ich dieses „Ah, das ist es!", das mich eine Lebenssituation klarer hat sehen lassen? Wie fühlt sich das an?
  • Wo in meinem Leben könnte eine solche Erkenntnis gerade ausstehen? Gibt es etwas, wo ich unzufrieden bin, aber noch nicht genau weiß, was hier los ist?

 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der

Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

 

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Kategorie: Hinführung, Lesejahr C

Datum: 10.03.2025

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