Hinführung Fest Taufe des Herrn


Für die Weggemeinschaften und alle Interessierte gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

Hinführung Fest „Taufe des Herrn", 12.01.2025, Lk 3,15-16.21-22,
Martin Lesky, Leiter des Bereiches ZUKUNFT.glauben

Warten und Erwartung ist Thema in den ersten Kapiteln des Lukasevangeliums. In Lk 1,21 wartet das Volk auf Zacharias, weil er so lange im Tempel blieb. In Lk 2,25 wartet Simeon auf den Trost Gottes. In Lk 2,38 spricht die Prophetin Hanna zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warten. Und im heutigen Evangelium ist am Beginn ist die Rede, dass das Volk voll Erwartung war. Diese ersten Zeilen haben wir am schon am 3. Adventsonntag gehört. Dort ist die freudige Erwartung des Herrn das Thema dieses Sonntags. Johannes weist auf den, der stärker ist als er, der die Menschen mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen wird. Das Feuer und der Heilige Geist erinnern uns an Pfingsten. Wasser und Feuer haben reinigende Wirkung. In der Natur braucht es oft beides, damit neues Leben entstehen kann. Feuer beinhaltet auch ein kämpferisches Element, das es braucht, um etwas zu verändern. Johannes prophezeit, dass Jesus mit Heiligem Geist und mit Feuer getauft wird. Jesus wird mit Kraft erfüllt.

Was ist heute, vier Wochen später anders oder neu, was kommt noch dazu? Dazu kommt die Taufe Jesu. Hier im Lukasevangelium lässt sich, zum Unterschied zu den anderen Evangelien, Jesus mit dem ganzen Volk taufen, es ist sozusagen eine öffentliche Taufe. Das ganze Volk kann die Bestätigung Gottes sehen, als der Heilige Geist sichtbar in Gestalt einer Taube auf Jesus herabkommt. Interessant ist, dass Jesus vor der Taufe betet. Im Lukasevangelium betet Jesus immer wieder vor oder nach wichtigen Ereignissen: In Lk 5,16 betet Jesus nach der Heilung eines Aussätzigen und vor der Heilung eines Gelähmten, in Lk 6,12 betet Jesus die ganze Nacht bevor er aus den Jüngern die zwölf Apostel auswählte, in Lk 9,28 nimmt Jesus Petrus, Johannes und Jakobus mit auf einem Berg, um zu beten, dann geschieht die Verklärung.

Ähnlich wie im Evangelium vom letzten Sonntag kommen am Ende wichtige Sätze. Der Prolog schließt am letzten Sonntag mit einem schönen Bild ab: Jesus ruht am Herzen des Vaters. Jesus gehört in das Innerste des göttlichen Vaters und bringt uns von dort Kunde. Im heutigen Evangelium höre wir am Ende die Himmelsworte: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden." Jesus wird hier auf besondere Weise vom Heiligen Geist erfüllt. Diese Zusage Gottes, „Du bist geliebt!" ist eine wunderbare Zusage. Wir sind geliebt, ohne Vorleistung. Alles, was wir tun, ist eine Antwort auf unser geliebt sein.

Fragen zum Weiterdenken:

  1. Welche Erwartung, welche Sehnsucht habe ich im neuen Jahr? Gerechtigkeit herstellen? Die Schere zwischen arm und reich verkleinern? Schöpfungsverantwortung wahrnehmen? ...
  2. Wann kann ich Menschen diese Liebe Gottes „Du bist geliebt!" zusagen?

 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der

Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

Hier als PDF

 

 

Kategorie: Hinführung, Lesejahr B

Datum: 08.01.2025

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