1.Adventssonntag 2024


Für die Weggemeinschaften und alle Interessierte gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

Hinführung 1.Advent, 01.12.1024, Lk. 21, 25-28.34-36
Dr. Claudia Hubert, Fachreferentin Zukunft.Glauben

Wie schon in der Text-Ausschnitts-Angabe sichtbar wird, besteht der heutige Evangeliumstext aus zwei Abschnitten. Im ersten wird das Ende der Welt beschrieben, mit äußeren Zeichen, die Angst machen. Schon allein die Erwartung dieser Dinge lässt die Menschen vor Angst vergehen – heißt es.

Der zweite Abschnitt hingegen beschreibt die Haltung, welche die Gläubigen in diesen Situationen einnehmen sollen: das Haupt erhoben, aufgerichtet, im Gebet, wachsam um dem Menschensohn entgegenzugehen und ihm zu begegnen; um nicht überrascht zu werden sondern vorbereitet zu sein.

Das soll „frohe Botschaft" sein? Ist das nicht eine Zumutung: dem Chaos, dem Ende, der Apokalypse mit Zuversicht begegnen zu sollen? Für mich liegt die Antwort in dem Satz zwischen den beiden Abschnitten: Nach der Beschreibung der Katastrophe heißt es: „Dann wird man den Menschensohn in einer Wolke kommen sehen, mit großer Kraft und Herrlichkeit."

In der Krise und der Katastrophe bin ich nicht allein, Jesus ist mit mir. Denn er weiß, wie sich Krisen, Katastrophen, ja sogar die Gottesferne und der Tod anfühlen, weil er sie als Mensch er- und durchlebt hat – welche Krise ist größer als ein Gott, der sich von Gott verlassen gefühlt hat? In all dem Negativen ist also Gott nicht fern, sondern nahe, weil auch er es durchlebt und erlitten hat. Wenn ich daran glauben kann, dann kann die Krise wirklich „Sakrament" werden – d.h. Momente in denen Gottes Gegenwart und Wirken sichtbar, erfahrbar und spürbar für mich wird. Gott geht mit mir durch diese Situationen, oder – wie die Geschichte von den Fußspuren im Sand nahelegt – er trägt mich hindurch. Wenn ich versuche auf ihn zu schauen, ihn in meinem Leben – gerade auch in den Krisen – zu entdecken, dann hebe ich mein Haupt, bin ich im Gebet, d.h. im Gespräch mit ihm. Dann brauche ich keine Angst zu haben, weil da jemand ist, der mich liebt und nur mein Bestes will – auch wenn ich das nicht immer und sofort so sehen oder nachvollziehen kann. Dann kann ich der Krise mit einem erhobenen Haupt begegnen.

Fragen:

  1. Was sind meine derzeitigen „Krisen"?
  2. (Wann) habe ich Gottes Gegenwart in ihnen erlebt?

 

 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der

Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

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Kategorie: Hinführung, Lesejahr B

Datum: 25.11.2024

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