Hinführung, 04.08.2024, 18. Sonntag im Jahreskreis, Joh. 6,24-35
Claudia Hubert, Fachreferentin pastorale Innovation und Weggemeinschaften, Zukunft.glauben
Als ich das Evangelium las, war mein erster Gedanke: „Alles Gute kommt von oben!"
Bis dato wusste ich nicht, dass diese Redensart aus dem ersten Kapitel des Jakobusbriefes stammt. Von oben, d.h. von Gott, kommt nur Gutes. Und wenn etwas von ihm kommt, dann ist es wirklich vollkommen und uneingeschränkt gut.
Na ja, manchmal denke ich: da habe ich aber auch schon ganz andere Erfahrungen gemacht! Ich habe mich gefragt: Wie kannst Du nur so etwas zulassen, Gott? Die Katastrophen, die Krankheiten, die Krisen, die Bosheit von Menschen – wie soll man da an einen vollkommenen, gütigen Gott glauben?!
Jakobus fordert seine Hörer heraus, und er fordert ihnen einiges ab. Doch es ist gut, sich auf diese Herausforderung einzulassen. An Gottes Güte glauben; glauben, dass alles, was er will oder zulässt, zu unserem Wohl ist.
Dieser Satz – alles Gute kommt von oben – erinnert mich aber auch daran, dass ich unverdient Beschenkte bin. „Vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!" Das beginnt bei dem, was uns so alltäglich scheint: Essen und Trinken, eine Wohnung und eine Aufgabe, Gesundheit, Freunde und Familie. Dann aber gehört die Gemeinschaft mit diesem Gott dazu, die uns Jesus Christus eröffnet hat. Wir dürfen aufatmen, wir werden befreit von Sünde und Angst. Wir dürfen mit diesem Gott leben, mit ihm durch Leben gehen. Gott meint es gut mit uns – das gibt unserem Leben eine einmalige Würde!
Der Satz lädt mich also zu Dankbarkeit ein. Wie oft sehe ich eher die Dinge, die nicht passen, was nicht klappt, was noch getan werden muss und vergesse dabei all die kleinen und großen Geschenke. Einmal habe ich ein Dankbarkeitstagebuch angefangen: jeden Abend trug ich ein, wofür ich am jeweiligen Tag dankbar war. Das tat mir gut. Vielleicht sollte ich wieder damit anfangen.
„Alles Gute kommt von oben!"
Fragen:
Wofür bin ich dankbar?
Was sind Gottes Geschenke an mich?
Kann ich daran glauben, dass alles, was Gott will oder zulässt, letztendlich zu meinem Guten ist?
Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der
Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol
Hier als PDF
Kategorie: Hinführung, Lesejahr B
Datum: 04.08.2024
HINFÜHRUNGEN - Erhalte jeden Montag eine kurze Hinführung und drei Fragen zum Evangelium des folgenden Sonntags.
BEWEGUNGSMELDER - Erhalte Informationen über Veranstaltungen in der Diözese und deren Erneuerungsbewegungen
... und finden
GEISTreich - Diözese Innsbruck
ImpressumLinksammlungDatenschutzKontakt