9. Sonntag im Jahreskreis


Für die Weggemeinschaften und alle Interessierte gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

9. Sonntag im Jahreskreis, 02.06.2024, Mk 2,23-3,6
Silke Rymkuß, Referentin der Katholische Jugend

Das Evangelium des heutigen Sonntags sind Teil der sogenannten „Galiläischen Streitgesprächen" (Mk 2,1-3,6). In diesen Gesprächen hinterfragen unterschiedliche „Leute" die Verkündigung und das Handeln Jesu und seiner Jüngern kritisch. Darin spiegeln sich die unterschiedlichen Positionen und Konflikte der verschiedenen jüdischen Gruppierungen der damaligen Zeit. In den beiden Sabbaterzählungen des heutigen Evangeliums finden diese Konflikte ihren Höhepunkt.


Der Sabbat hat in der jüdischen Tradition eine sehr wichtige Bedeutung. Von Anfang an gehört er zum Judentum. Nach der Erschaffung der Welt und des Menschen endet die Schöpfungsgeschichte nicht, sondern die Schöpfung ist erst mit einem Tag der Ruhe vollendet. In den 10 Geboten wird die Einhaltung der Sabbatruhe genauer definiert: „Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem HERRN, deinem Gott, geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun." Diese Tradition der Ruhezeiten/-tage findet sich in vielen Religionen. (Sonntag/ Passionszeit/ Ramadan)
Aber zurück zum Evangelium: Damals wie heute gab und gibt es unterschiedliche Auslegungen was am Sabbat verboten ist, bzw. erlaubt. Die erste Sabbaterzählung stellt eine strengere und liberalere Auslegung gegenüber. Jesus argumentiert mit der Tora, die den Pharisäern bestens bekannt ist. Damit ist seine Deutung „Der Sabbat wurde für den Menschen gemacht, nicht der Mensch für den Sabbat." nicht einfach aus der Luft gegriffen.


In der zweiten Sabbaterzählung verschärft sich der Konflikt enorm und endet mit Entschluss der Pharisäer Jesus umzubringen. Jesus wird bewusst in der Synagoge herausgefordert. Nach der Auffassung der Pharisäer ist das Heilen am Sabbat verboten. Jesu hält dagegen und heilt mitten in dem Raum, in dem das Wort Gottes verkündet wird, die verdorrte Hand. Jesus macht den Heilswillen Gottes für die Menschen erfahrbar, genau dort wo das Wort Gottes hörbar ist, an dem Tag, an dem der Schöpfung Gottes und der Befreiung Israels aus Ägypten erinnert wird.
Wichtig bleibt zu erwähnen, die Pharisäer sind die einzige Gruppe, die nach der Zerstörung des Tempels 70 n. Chr. das Judentum weiterführen und somit neben dem jungen Christentum weiterhin bestanden. Die Konflikte der beginnenden Trennungsgeschichte finden im Markusevangelium Einzug.

Für mich stellen sich ganz unterschiedliche Fragen:
Rollentausch: Wie gehe ich mit Menschen um, die liberalere Ansichten innerhalb der Kirche vertreten als ich?
Selfcare: Wie nutze ich den Sonntag für mich und meine Beziehung zu Gott?
Schulterklopfen: Aus dem Hören des Wort Gottes handeln und Gott damit erfahrbar machen, ist das Konzept der Weggemeinschaften. Wo ist euer Weggemeinschaft dies so richtig gut gelungen?

 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der

Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

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Kategorie: Hinführung, Lesejahr B

Datum: 02.06.2024

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