4. Sonntag der Osterzeit


Für die Weggemeinschaften und alle Interessierte gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

Hinführung 4. Sonntag der Osterzeit, 21.04.2024, Joh 10,11-18
Martin Lesky

Im heutigen Evangelium wird das Bild des guten Hirten gezeichnet. Dieses Bild kommt nur im Johannesevangelium vor. Wir kennen das Bild des Hirten von verschiedenen Fotos oder von eigenen Begegnungen. In der Zeit Jesus ließen die Besitzer von Schafen diese von Hirten weiden und abends in einen gemeinsamen Schafstall zusammensperren, der von einem Türhüter bewacht wurde. Jesus übernimmt hier ein Bild, das im Alten Testament einerseits Gott beschrieben hat (vgl. Psalm 23), andererseits waren Abel, Abraham, Isaak, Jakob und die Könige Saul und David Hirten. Mose wurde als Hirte seines Volkes angesehen.

Der gute Hirt wird schon am Beginn des 10. Kapitels im Johannesevangelium charakterisiert: Der gute Hirt geht durch die Tür in den Schafstall hinein. Die Schafe hören auf seine Stimme, er ruft die Schafe einzeln beim Namen. Er treibt die Schafe aus dem Schafstall hinaus, geht ihnen voraus und die Schafe folgen ihm. Die Merkmale des guten Hirten werden im heutigen Evangelium so beschrieben: Er gibt sein Leben hin für die Schafe. Er kennt die Herde und die Herde kennt ihn. Er hat noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muss er führen und sie werden auf seine Stimme hören.

Das Bild des guten Hirten, wie es hier beschrieben wird, vermittelt uns, dass Jesus uns kennt und wir ihn kennen, dass er uns vertraut und wir ihm vertrauen können, dass er sich auf uns verlassen und wir uns auf ihn verlassen dürfen. Dies drückt Jesus in dem Satz aus: „Ich bin der gute Hirt: ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich."

Der gute Hirte kennt die besten Weideplätze, führt zu frischem Wasser, heilt, was krank ist, versorgt die Verletzungen, sucht die Verlorenen, holt zurück, die sich verirrt haben, schützt vor wilden Tieren, sorgt sich um jedes einzelne Schaf, kennt sogar jedes einzelne Schaf beim Namen. Wesentlich ist für mich der Satz „er führt hinaus". Daran zeigt sich ein guter Hirte. Ein guter Hirte sperrt nicht ein, macht keine Angst, sondern führt hinaus, führt in die Weite und in die Freiheit.

Jesus geht über dieses Bild vom guten Hirten einen Schritt weiter, indem er sagt, „ich gebe mein Leben hin für die Schafe". Er opfert sein Leben für die Herde.

Fragen zum Weiterdenken:

1. Wer ist für mich ein guter Hirte?

2. Für wen kann ich ein guter Hirte sein?

 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der
Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

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Kategorie: Hinführung, Lesejahr B

Datum: 21.04.2024

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