4. Adventssonntag, 24.12.2023, Lk 1,26–38,
Prof. Dr. Dominik Markl SJ, Katholische Fakultät, Institut für Bibelwissenschaften und Historische Theologie
Der göttliche Funke
Ein Kind in „ungeordneten Verhältnissen" zu erwarten, war in Tirol bis vor einiger Zeit noch eine Schande, oder zumindest sehr unangenehm und anstrengend. So ähnlich war es auch in der stockkonservativen Bergprovinz Judäa zur Zeit von Maria und Josef. Nur unter Vorbehalt eine „frohe Botschaft" ist es daher, wenn der Engel Maria eine Schwangerschaft vor der Heirat ankündigt. Der Engel heißt Gabriel. Hebräisch gäbär bedeutet „Mann" oder „Stärke", gabri „mein Mann" oder „meine Stärke", und El heißt „Gott". „Mein Mann, meine Stärke ist Gott" heißt der Engel also. Das steht im Kontrast zu: „ich muss alles selber schaffen", aber auch zu „was die Anderen denken, ist entscheidend". Der Engel ist ein Mutmacher. Er sagt, die Schwangerschaft ist wirklich eine frohe Botschaft, denn das Kind ist ein Gotteskind, und es wird „Jesus" heißen, Hebräisch „Je-schua" oder „Jo-schua", „Gott rettet". Im Unkonventionellen, Ungeordneten, kann eine Berufung liegen.
Fragen zum Weiterdenken:
1. Welcher göttliche Funke ist mir in den Schoß gefallen?
2. Wie kommt er durch mich auf die Welt?
3. Wie heißt mein Engel?
Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der
Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol
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Kategorie: Hinführung, Lesejahr B
Datum: 24.12.2023
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