2. Adventssonntag


Für die Weggemeinschaften und alle Interessierte gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

2. Adventssonntag, 10.12.2023, Mk 1,1-8,
Prof. Dr. Dominik Markl SJ, Katholische Fakultät, Institut für Bibelwissenschaften und Historische Theologie

Wende zum Guten

Eine archäologische Sensation: zig Tontäfelchen judäischer Landwirte, die im Babylonien des 6. Jh. v.Chr. lebten – in „Juda-Stadt". Sie geben uns erstmals Einblick in das Leben von Judäern im Babylonischen Exil. Die Truppen des Königs Nebukadnezzar zerstörten Jerusalem und den dortigen Tempel 587 v.Chr. Große Teile der Bevölkerung wurden nach Babylonien deportiert, in den Süden des heutigen Irak. Viele Deportierte erhielten Land, um Getreide und Datteln anzubauen, von denen sie einen Großteil abliefern mussten. Die Urkunden dieser Bauern, in Keilschrift von babylonischen Schreibern geschrieben und auf den Tag genau datiert, sind eine Art Familienarchiv. Cornelia Wunsch, die Übersetzerin der Texte, konnte Stammbäume dieser Judäer über drei bis vier Generationen rekonstruieren: bis in die Zeit der Perserkönige Kyros und Darius. 539 v.Chr. eroberte Kyros die Stadt Babylon und ermöglichte den Deportierten, nach Jerusalem zurückzukehren und den Tempel wieder zu errichten.


In diese Situation spricht Jesaja 40, die Lesung des heutigen Sonntags: „Tröstet, tröstet mein Volk!" Die Stimme eines Rufenden in der Wüste soll die Freudenbotschaft von der Ankunft Gottes bringen. Jerusalem und sein Tempel werden wieder erstehen. Eben diese Stimme zitiert Markus, als er eine neue literarische Gattung in die Welt setzt, die diese Welt verändern sollte: das Evangelium von Jesus, dem Gesalbten. Wenn wir unsere heutige Zeit als besorgniserregend und bedrückend empfinden, ist es ein guter Grund, neu hinzuhören. Denn in eine solche Zeit sprechen die Botschaften von Jesaja und Jesus: von einer Wende zum Guten.

Fragen zum Weiterdenken:
1. Was empfinde ich derzeit als bedrückend und besorgniserregend? Wo ersehne ich mir eine Wende zum Guten?
3. Was bedeutet für mich „Evangelium von Jesus, dem Gesalbten"? Was ist für mich persönlich das froh Machende dieser frohen Botschaft?

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der
Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

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Kategorie: Hinführung, Lesejahr B

Datum: 10.12.2023

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