Herz-Jesu-Sonntag


Für die Weggemeinschaften gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

11. Sonntag im Jahreskreis (A), 11.06.2023, Mt 11,25-30, Hinführung
Dekan Franz Troyer, Leiter der Bibelpastoral Innsbruck, bibelpastoral@dibk.at


Evangelium vom Herz Jesu Freitag
Nehmt mein Joch auf euch
Als Kind habe ich mir manchmal gedacht: Warum braucht es denn ein Joch, das ist
doch eine zusätzliche Last! Da muss ein Tier oder manchmal sogar Menschen noch
mehr tragen. Inzwischen weiß ich: Das Joch hat einen großen Sinn. Es hilft, die
Lasten besser und gleichmäßiger zu tragen. Das Gewicht drückt dann nicht irgendwo
einseitig. Das Joch hilft, dass eine Last nicht ständig an den Füßen streift. Es hilft
auch, den richtigen Schwerpunkt zu haben und aufrecht zu stehen.
„Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir. Denn mein Joch drückt nicht und
meine Last ist leicht.", so sagt Jesus. Er spricht dann von jenen, „die sich plagen und
schwere Lasten zu tragen haben." Jesus weiß, dass viele Menschen schwere
Lasten zu tragen haben.
Manchmal ist es wirklich zu verzweifeln. Menschen machen sich gegenseitig das
Leben schwer. Zu einer tragischen Krankheit kommt noch Arbeitslosigkeit dazu.
Kinder haben keinen Halt, weil ihnen die Eltern keinen Halt geben können. Uns fallen
alle viele traurige Beispiele dazu ein. „Was soll das alles?" fragen wir zu Recht. Die
Realität zeigt, dass Gott solche Situationen nicht auf Knopfdruck ändert.
Jesus gibt Tipps, wie wir Lasten tragen können
Am Hilfsmittel Joch, das immer zwei tragende Teile hat, erkennen wir auch: Es geht
darum, Lasten nicht auf eine Schulter zu laden, sondern gemeinsam zu tragen: Meist
sind ja zwei Ochsen nebeneinander, die gut zusammenarbeiten müssen. Es geht
darum, im Umgang mit Problemen aufrecht zu stehen
Im Laufe der Jahrhunderte haben Gelehrte immer wieder gefragt, was mit dem Joch
Jesu wohl gemeint ist:

  • Einige waren überzeugt, dass darin die Kreuzesnachfolge gemeint ist.
  • Andere sahen darin die christlichen Gesetze wie z.B. die 10 Gebote oder die großen Werte wie Hilfsbereitschaft und Achtung vor dem anderen.
  • Der Hl. Augustinus und viele andere betonten, dass darin nicht so sehr eine spezielle Askese oder ein besonderes Fasten gemeint sein kann, sondern viel mehr die konkrete Nächstenliebe und Gottesliebe.

Fragen zum Weiterdenken:


1. Welche Menschen in meiner Umgebung müssen derzeit eine schwere Last
tragen?
2. Was hat all das mit dem Herz Jesu Fest zu tun?

 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der
Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

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Kategorie: Hinführung, Lesejahr A

Datum: 17.06.2023

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