7. Sonntag der Osterzeit (A), 21.05.2023, Joh 17,1-11a, Hinführung
Paulina Pieper, Referentin der Innovationswerkstatt, Koordinatorin Denk Dich
neu
Jesus betet. Er betet zu Gott, um „verherrlicht" zu werden, sprich: Damit Gott ihn zu
sich zurückholt. Doch er bittet nicht darum, weil er lebensmüde ist oder den Tod
herbeisehnt, sondern er weiß, dass sein Tod bestätigt, dass er nicht aus sich selbst
heraus gelebt und gewirkt hat. Er weiß, dass er sterben muss, damit die Menschen
verstehen, dass er wirklich Gottes Sohn ist. Doch sein Gebet klingt in der Sprache
des Johannesevangeliums eigenwillig. Daher möchte ich heute eine Übersetzung
anbieten, die das Gebet aus der Abschiedsrede von Jesus vielleicht zugänglicher
machen kann.
Jesus ist im Garten Gethsemane und betet zu Gott:
1 Vater, jetzt ist es so weit. Ich spüre, dass das Ende nah ist. Nun liegt es an Dir,
mich zu Dir zurückzuholen. Lass mich sterben wie ein Mensch
und zeige den Menschen, dass ich trotzdem weiterlebe,
damit sie erkennen, dass ich wirklich Dein Sohn bin.
2 Denn Du hast mich als Mensch zu den Menschen geschickt.
Du wolltest, dass all diejenigen, die mir glauben und vertrauen,
erfahren, dass Du ihnen einen ein neues, ein ganz anderes und wunderschönes
Leben mit Dir schenken möchtest.
3 Ich habe es ihnen gezeigt. Ich habe ihnen gezeigt, was es heißt mit Dir zu leben,
habe ihnen gezeigt, wie es ist, dort zu leben, wo ich herkomme:
Dort zu leben, wo Du bist, heißt ohne Schmerzen, Schuld, Auseinandersetzungen
und Versuchungen zu leben.
4 Ich habe ihnen von Dir und von diesem Leben erzählt und sie glauben mir.
Hier auf der Erde habe ich alles getan, was Du mir aufgetragen hast.
6 Ich habe ihnen von Dir und Deiner unendlichen Liebe erzählt und sie geben ihr Bestes, diese Liebe in ihrem Leben wirken zu lassen.
7 Denn sie haben endlich erkannt,
dass ich all die Worte sprechen und Wunder vollbringen konnte, weil ich Dein Sohn
bin.
8 (...) Sie haben verstanden, dass ich Dein Sohn bin
und sie glauben, dass Du mich zu ihnen geschickt hast.
5 Nun zeige ihnen, wer ich bin, Vater hole mich zu Dir, dorthin, wo ich war, bevor Du
diese Welt geschaffen hast.
9 Ich bitte Dich darum, mich nun zu Dir zu holen, weil ich möchte, dass diese
Menschen in ihrem Glauben bestätigt und in ihrer Hoffnung bestärkt werden.
Vor allem bitte ich Dich für die, die mit mir umhergezogen sind,
und die, deren Glaube an mich so stark ist, dass sich ihr Leben verändert hat.
10 Alle Menschen, die sich mir angeschlossen haben, haben sich auch Dir
angeschlossen, und alle, die an Dich glauben, glauben auch an mich.
11 Ich werde sterben, aber sie werden weiter in dieser Welt leben, während ich
schon bei Dir bin. Deshalb bete ich zu Dir und bitte Dich darum, ihnen ein Zeichen
der Hoffnung zu schicken.
Fragen zum Weiterdenken:
1. Glaube ich daran, dass der Mensch Jesus Gottes Sohn war und damit selber Gott
ist? Wenn ja: Woran mache ich das fest? Wenn nein: Was glaube ich dann?
2. Welches Bild von Jesus habe ich vor Augen, wenn ich diese Zeilen lese? Wie
sieht er aus? Wo befindet er sich? Wie fühlt er sich?
3. Spielt der Glaube daran, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, in meinem
Leben eine Rolle?
Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der
Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol
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Kategorie: Hinführung, Lesejahr A
Datum: 17.05.2023
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