2. Sonntag in der Osterzeit


Für die Weggemeinschaften gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

2. Sonntag der Osterzeit (A), 16.04.2023, Joh 20,19-31, Hinführung
Dominik Höchtl, Pastoralassistent in Ausbildung („Brunnen" im DEZ und SR
St. Paulus/St. Pirmin)


Angst – bis ins Mark hinein: Angst. Der Tod hat über das Leben gesiegt, so scheint es!
Jesus ist selbst gestorben, getötet durch Menschen. Was wir gehofft haben: zunichte!
Was wir geglaubt haben: zunichte! Wofür wir gelebt haben: zunichte! Die Angst nimmt
Konturen an, sucht einen Schuldigen, um in ihrem dunklen Loch einen
Orientierungspunkt zu finden, an dem man sich festhalten kann: Für den Evangelisten
Johannes entsteht die Furcht vor den Juden (Joh 20,19).
Doch wie beratungsresistent diese Angst bei Thomas: Wie denn auch? Sollen ein paar
gut gemeinte Worte, Argumente oder Glaubenssätze wieder wett machen, was mir vor
meinen eigenen Augen genommen wurde? In der Antwort Jesu liegt vielleicht seine
ganze Revolution.
Ein Mensch fürchtet sich, Gefahr lauert hinter der Ecke und die Furcht kennt zwei
Reaktionsweisen: Flucht oder Kampf! Die Jünger*innen haben sich wohl für Ersteres
entschieden – die Flucht hinter Wände, Barrikaden vor den Juden. Und wenn auch sie
zusammenbrechen? Sie brechen zusammen, wie sie es immer tun. Doch in dieser
Geschichte, tritt an ihrer Stelle der Jude Jesus auf. Völlig unbedrohlich spricht er es
aus, den vielleicht ungefährlichsten Satz, den es geben kann: „Friede sei mit euch!"
Weiter ist kein Wort nötig, kein Argument und kein Glaubenssatz. Den Verängstigten
gegenübertreten genügt. Die eigenen Wunden zeigen, sich selbst berühren lassen,
spricht Bände. Es sagt: Verletzung, Verwundung, ja sogar der Tod – all das passiert
einmal und es ist schwer, es tut weh. Ich verstehe dich. Kannst du es denn
aussprechen, wenn ich dir zuhöre? Kannst du wieder aufstehen, wenn ich dir die Hand
reiche? Du wirst wieder hinausgehen zu den Menschen und ich sage dir: „Friede sei
mit euch!" – und was bleibt, ist Vertrauen.


Fragen zum Weiterdenken:
1. In welchen Situationen oder wann im Leben habe/hatte ich Angst?
2. Wo oder wodurch finde ich Vertrauen, das mir in dieser Angst hilft?
3. Wie hängen Vertrauen und Glauben für mich zusammen oder gibt es überhaupt
einen Unterschied?

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der
Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

 

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Kategorie: Hinführung, Lesejahr A

Datum: 14.04.2023

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