5. Fastensonntag


Für die Weggemeinschaften gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

5. Fastensonntag (A), 26.03.2023, Joh 11,1-45, Hinführung
Sr. Elisabeth Senfter, Pastoralassistentin der Unipfarre Innsbruck


Nach dem Johannesevangelium wirkt Jesus sieben „Zeichen", die allesamt auf sein
Kreuz und seine Auferstehung hindeuten (1. Hochzeit zu Kana; 2. Heilung des
Sohnes des Hauptmanns von Kafarnaum; 3. Heilung eines Kranken am Teich von
Bethesda; 4. Brotvermehrung; 5. Der Gang auf dem See; 6. Heilung eines
Blindgeborenen; 7. Auferweckung des Lazarus).
Das heutige Evangelium von der Auferweckung des Lazarus, also das 7. und letzte
„Zeichen" ist in dieser Hinsicht besonders offensichtlich.
Lazarus lebt mit seinen Schwestern Marta und Maria in Bethanien: ein Ort, in dem
sich Jesus gerne aufhält, wo er sich erholt und auftankt, gerade auch durch die
innige freundschaftliche Beziehung, die er zu den drei Geschwistern hat.
Als Jesus erfährt, dass Lazarus krank ist, wartet er -anscheinend absichtlich- noch
zwei Tage zu und macht sich erst am dritten Tag auf den Weg nach Bethanien.
Nach der Auferstehung Jesu erinnern sich die Jünger wohl daran, dass Jesus erst
am „dritten Tag" auferstanden ist, gerade als alles endgültig „zu spät" schien...
Marta macht sich auf und geht Jesus entgegen. Mitten in ihrer Trauer bezeugt sie ihr
Vertrauen zu Jesus, der sich ihr neu offenbart. Hier ist auch die zentrale Aussage
Jesu in dieser langen Bibelstelle: „Ich bin die Auferstehung und das Leben". Und
Marta wird mitten in der Trauer fähig zu einem Glaubensbekenntnis, das sie über
sich selbst hinauswachsen lässt.
Ohne Eifersucht ruft sie anschließend ihre Schwester Maria, die ihrerseits zu Jesus
kommt und weint. Dabei kommt es zu einer bewegenden Szene: Jesus selbst nimmt
Anteil am Schmerz seiner Freunde, er weint. Gott weint angesichts des Todes eines
von ihm geliebten Menschen.
Schließlich ruft Jesus den Lazarus mit lauter Stimme aus dem Grab heraus: durch
Gottes Wort wurde Lazarus geschaffen, durch Jesu Wort wird er neu ins Leben
gerufen.


Fragen zum Weiterdenken

  1. Werfen wir einen Blick auf die geschwisterliche Beziehung von Marta, Maria und Lazarus. Jesus liebt es, in diesem Haus einzukehren: er fühlt sich wohl in dieser kleinen geschwisterlichen Gemeinschaft. Wie könnten wir den „geschwisterlichen Umgang" in unserer Familie oder in unserer Weggemeinschaft vertiefen? Was könnte ich dazu beitragen?
  2.  Jesus sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wirdleben, auch wenn er stirbt, und jeder, der an mich glaubt, wird auf ewig nichtsterben". Wenn Jesus die Frage, die er an Marta richtet – „Glaubst du das?" - anmich stellen würde, was wäre meine Antwort? 
  3.  Jesus ist tief getroffen von Marias Schmerz, und er weint angesichts des Grabesseines Freundes Lazarus. Welchen Schmerz, welche trauernde Person,welche(n) liebe(n) Verstorbene(n) möchte ich Gott heute besonders anvertrauen?

 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der
Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

 

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Kategorie: Hinführung, Lesejahr A

Datum: 20.03.2023

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