4. Fastensonntag


Für die Weggemeinschaften gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

4. Fastensonntag (A), 19.03.2023, Joh 9,1-41, Hinführung
Sr. Elisabeth Senfter, Pastoralassistentin der Unipfarre Innsbruck
 
Im heutigen Evangelium begegnet Jesus einem Mann, der von Geburt auf blind ist.
Dabei kommt die Frage der Jünger nach dem Ursprung des Übels auf: eine Frage,
die den Menschen seit jeher beschäftig, die aber letztlich nie vollkommen
beantwortet werden kann. Die Jünger stellen jedenfalls Übel und Leid mit Schuld
gleich, was Jesus ganz klar zurückweist. Die eigentliche Frage ist nicht der Ursprung
des Übels, sondern wie wir vom Übel und vom Bösen befreit werden können.
Jesus stellt sich selbst als Licht der Welt vor, der nicht nur dem körperlich Blinden,
sondern vor allem auch den geistig Blinden -die wir zu einem gewissen Grad alle
sein können- das Augenlicht schenken will. Dabei erwähnt Jesus, dass „wir" das
Werk Gottes vollbringen müssen, solange es Tag ist, solange Licht ist. Er spricht vom
„wir": Jesus bezieht uns in sein Werk mit ein, er möchte, dass jeder von uns teilnimmt
an diesem Werk, das er nicht ohne uns vollbringen will.
Die Heilung des Blindgeborenen geschieht auf überraschende Weise: aus Erde und
seinem Speichel formt Jesus einen Teig, den er dem Blinden auf die Augen streicht.
Das erinnert an die Schöpfung des Menschen, als Gott den Menschen aus der Erde
formte und ihm seinen Geist einhauchte. In der Tat, auch hier geht es in gewisser
Weise um eine neue Schöpfung, um neues Leben. Dieser Blindgeborene „erblickt
das Licht der Welt", er wird sozusagen (neu) geboren. Anschließend fordert Jesus
ihn auf, sich im Teich Schiloach zu waschen, er lädt ihn also ein, selbst einen Beitrag
zu leisten. Dabei bedeutet das hebräische Wort „Schiloach" soviel wie „Gesandter":
Jesus Christus ist der „Gesandte Gottes". Sich im Teich Schiloach zu waschen, kann
sozusagen als Symbol der Taufe gesehen werden: eingetaucht werden in Kreuz und
Auferstehung Jesu Christi, um als neuer Mensch zu leben.
Der anschließende Streit, der sich zwischen dem Geheilten und den Pharisäern
entwickelt, zeigt, dass es möglich ist, körperlich sehend zu sein und dennoch geistig
blind zu bleiben. Die Pharisäer weigern sich, Jesus als Licht der Welt anzuerkennen;
sie verharren in der Ablehnung Jesu und wenden sich sogar gegen jene, die ihn als
Licht der Welt bezeugen. Die eigentliche Entscheidung für oder gegen Jesus
Christus, für oder gegen das Licht, findet jeweils im Herzen des Menschen statt.

Fragen zum Weiterdenken:
1. Erlebe ich Jesus Christus als das „Licht meines Lebens"?
2. Wo wünsche ich mir, noch mehr „sehend" zu werden, sein Licht und sein Heil
noch mehr in mein Leben einzulassen?
3. Jesus spricht vom „wir": auf welche Weise fühle ich mich aufgerufen, am Werk
Gottes teilzunehmen?

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der
Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

 

Hier als PDF

Hier zum Nachhören 

 

Kategorie: Hinführung, Lesejahr A

Datum: 16.03.2023

Teilen

Anschrift

Diözese Innsbruck
ZUKUNFT.glauben
Riedgasse 9-11
A-6020 Innsbruck
 
Öffnungszeiten Büro
Mo-Di 08:30 - 11:30 Uhr
Do 08:30 - 11:30 Uhr

zukunft.glauben@dibk.at
Tel.: +43 512 2230 9603 

Impulse

HINFÜHRUNGEN - Erhalte jeden Montag eine kurze Hinführung und drei Fragen zum Evangelium des folgenden Sonntags.

zur Anmeldung

BEWEGUNGSMELDER - Erhalte Informationen über Veranstaltungen in der Diözese und deren Erneuerungsbewegungen 

zur Anmeldung

Infoscreen

Suchen ...

... und finden

GEISTreich - Diözese Innsbruck    
ImpressumLinksammlungDatenschutzKontakt

powered by webEdition CMS