1. Fastensonntag


Für die Weggemeinschaften gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

1. Fastensonntag (A), 26.02.2023, Mt 4,1-11, Hinführung
Martin Lesky

Das heutige Sonntagsevangelium von der Versuchung Jesu kommt direkt hinter der
Taufe Jesu im Jordan und schließt den ersten Teil im Matthäusevangelium ab – der
mit „die Vorgeschichten" überschrieben ist.
Warum fastet Jesus 40 Tage? Einerseits ist es eine Vorbereitung auf sein Wirken,
das in Mt 4,12, also direkt nach dieser Stelle beginnt, dann kennen wir das 40-tägige
Fasten schon von Moses, der 40 Tage auf dem Berg Horeb fastet, bevor er die 10
Gebote erhält (Dtn 9,9) und schließlich sind 40 Tage eine Erprobungszeit,
Entwicklungszeit, Reifezeit. Das Volk Israel ist 3 x 40 Jahre unterwegs ins gelobte
Land.
Der Teufel oder Versucher tritt an Jesus heran. Die ersten beiden Versuchungen
beginnen mit den Worten: „Wenn du Gottes Sohn bist". Was heißt für mich Sohn
Gottes sein? Welche Vorstellungen habe ich vom Sohn Gottes? Wie reagiert Jesus
auf diese Frage? Jesus antwortet mit der Tora, dem Wort. Er bleibt dem Wort Gottes
treu. Zweitens stellt er Gott nicht auf die Probe und drittens dient er Gott allein. Das
sind die drei Antworten Jesus auf die Frage nach seiner Sohnschaft.
Bei der ersten Versuchung geht es um materielle Wünsche. Bei der zweiten
Versuchung geht es darum, Gott auf die Probe zu stellen, dass sich Gott beweisen
muss, und bei der dritten Versuchung geht es um Macht durch Abkehr vom Glauben.
Eigentlich ganz alltägliche Versuchungen, die wir aus unserem Leben kennen. Jesus
antwortet immer mit einem Bibelzitat aus der Tora (Dtn 8,3; Dtn 6,16; Dtn 5,6).
Interessant ist, wie der Teufel sozusagen auf die erste Antwort Jesu reagiert, indem
er selber ein Bibelzitat bringt (Psalm 91,11-12) Es geht also darum das Wort Gottes
im gesamten zu verstehen und richtig auszulegen.
Alle drei Versuchungen haben das Schema: Wenn du etwas Bestimmtes machst,
dann wirst du dafür belohnt. Diese Erpressungen sind immer mit Vorsicht zu
genießen.
Die Versuchung des Teufels endet mit der klaren und eindeutigen Aussage Jesu:
„Weg mit dir, Satan!" Dieser Satz erinnert uns an die Zurechtweisung des Petrus, als
dieser den Leidensweg Jesu hinterfragt. (Mt 16,23)

Fragen zum Weiterdenken:

1. Welche dieser Versuchungen kenne ich in meinem Leben?
2. Wo braucht es manchmal meine klare Absage an eine Versuchung bzw.
Ungerechtigkeit?

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der
Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

 

Hier als PDF

Hier zum Nachhören 

 

Kategorie: Hinführung, Lesejahr A

Datum: 27.02.2023

Teilen

Anschrift

Diözese Innsbruck
ZUKUNFT.glauben
Riedgasse 9-11
A-6020 Innsbruck
 
Öffnungszeiten Büro
Mo-Di 08:30 - 11:30 Uhr
Do 08:30 - 11:30 Uhr

zukunft.glauben@dibk.at
Tel.: +43 512 2230 9603 

Impulse

HINFÜHRUNGEN - Erhalte jeden Montag eine kurze Hinführung und drei Fragen zum Evangelium des folgenden Sonntags.

zur Anmeldung

BEWEGUNGSMELDER - Erhalte Informationen über Veranstaltungen in der Diözese und deren Erneuerungsbewegungen 

zur Anmeldung

Infoscreen

Suchen ...

... und finden

GEISTreich - Diözese Innsbruck    
ImpressumLinksammlungDatenschutzKontakt

powered by webEdition CMS