7. Sonntag im Jahreskreis


Für die Weggemeinschaften gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.


7. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A, 19.02.2023, Mt 5,38-48, Hinführung
Martin Lesky


Das heutige Sonntagsevangelium schließt direkt an das vom letzten Sonntag an.
Beide Stellen gehören zusammen. In beiden geht es um Beziehungen zwischen
Menschen, geht es um Liebe und Gerechtigkeit, geht es um das menschliche
Zusammenleben. Während in der Stelle vom letzten Sonntag Jesus drei Mal mit den
Worten beginnt: „Ihr habt gehört ..." und dann sagt: „Ich aber sage euch ...", ist es in
der heutigen Stelle zwei Mal. Es geht wieder um die größere Gerechtigkeit und
darum, wie das Übel misslingender mitmenschlicher Beziehungen an der Wurzel
gepackt werden kann.
Jesus beginnt in der heutigen Stelle mit den Worten: „Ihr habt gehört, dass gesagt
worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn." Jesus zitiert hier Ex 21,24 und
erinnert an die Erfahrung, dass sich Gewalt schnell bis hin zur Eskalation
hochschaukeln kann. Wir kennen das in unserem Leben und in unserer Welt. Viele
Kriege sind so entstanden. Jesus stellt sich dagegen und geht einen neuen Weg.
Dies beschreibt er in den folgenden Zeilen, wenn er von mehr geben, als gefordert
wird spricht.
Den zweiten Absatz beginnt Jesus mit einem Zitat aus Lev 19,18 „Du sollst deinen
Nächsten lieben" und fügt die Worte hinzu „und deinen Feind hassen". Den Feind
hassen findet sich so nie im Alten Testament. Im Gegenteil wird dort Feindeshilfe
immer wieder gefordert. Jesus will vielmehr auf eine Praxis der Pharisäer hinweisen,
bei der Nächstenliebe nur für nähere Verwandte gelten soll. Wenn Jesus die Feinde
zu Nächsten erklärt, dann gibt es diese Unterscheidung in nähere oder fernere
Verwandte nicht mehr. Wer Jesus nachfolgt, soll nicht nur seine Verwandten und
Vertrauten grüßen (segnen), sondern auch die Feinde, Gegner, die das Leben
erschweren und verbittern, die beleidigen und wehtun, verletzen oder verfolgen.
Jesus will die Überwindung zwischenmenschlicher Konflikte. Er will das Leben in
Fülle für alle. Wenn uns das gelingt, dann sind wir in der Spur Gottes, unseres
himmlischen Vaters.

Fragen zum Weiterdenken:

  • 1Welche Möglichkeiten sehe ich, den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen? Kenne ich Beispiele in meinem Leben?
  • Wo sehe ich eine Möglichkeit das Übel misslingender mitmenschlicher Beziehungen an der Wurzel anzupacken?

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der
Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

 

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Kategorie: Hinführung, Lesejahr A

Datum: 17.02.2023

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