Christkönigsonntag


Für die Weggemeinschaften gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

 

Christkönigssonntag (C), 20.11.2022, Lk 23,35b-43, Hinführung
Bernhard Heindl SJ, Kirchenrektor, Jesuitenkolleg Innsbruck


Christkönigssonntag, ich muss etwas weiter ausholen und wenig fromm: Kennen Sie Hägar,
den Schrecklichen? Er ist eine Comic-Figur, die laut Wikipedia in annähernd 2000 Zeitungen
weltweit auftritt. Ich habe ihn einst in einem Cartoon einer Kirchenzeitung zum
Christkönigssonntag kennengelernt. Wikipedia charakterisiert Hägar wie folgt:
„Er ist der Anführer einer Gruppe von Wikingern, die sich regelmäßig auf Eroberungszüge
macht. Hägar gilt als gefürchteter Eroberer, zeigt sich zuhause aber als treusorgender
Familienvater, dessen Geschäft eben zufällig das Plündern und Brandschatzen ist. Er schätzt
gutes Essen und verbringt viel Zeit in seiner Stammkneipe. Zudem ist er in puncto Hausarbeit
eher zurückhaltend. Darüber hinaus mag er es nicht, wenn seine Schwiegermutter zu Besuch
ist."
Um den Cartoon aus der Kirchenzeitung verstehen zu können, müssen Sie neben Hägar, noch
Helga, seine Frau, kennen, und vor allem Hamlet, den kleinen Sohn, ein intelligenter
schmächtiger Junge, der – zum großen Leidwesen seines Vaters – ein gutes Buch mehr
schätzt als Raufereien.
Jetzt der Cartoon: Hägar hat zufällig, einfach so, in der Stadt, den neuen König gesehen.
Helga ist begeistert: „Du hast den neuen König gesehen? Wie sieht er aus?" Hägar: „Och, hast
du einen König gesehen hast du alle gesehen! Was sehen die Menschen eigentlich in einem
König?" Klein Hamlet: „Ich denke, ich weiß es!" Hamlet führt aus: „Wir alle haben etwas Edles
in uns, nur sind wir meistens zu beschäftigt, um es zu sehen! Wenn wir einen König sehen,
verehren wir das Edle in ihm, weil wir fühlen, es ist auch in uns! Wir denken: Ich wäre ein guter
König ... Ich wäre fair ... Ich würde nie mein Volk enttäuschen!" Hägar nachdenklich: „Von
meiner Familie hat er das nicht, glaube ich." Helga bestimmt: „Ich auch nicht!"
Christkönigsfest, ein Sonntag für die Rückbesinnung auf das Edle in uns und ein Vorschlag,
das Edle zu leben: Der Christkönig ist selbstlos. Selbstlosigkeit ist eine edle Form von
Menschsein und wir erwarten sie von jedem König, jeder Königin.

Fragen zum Weiterdenken:

  • Wo darf ich für andere da sein?
  • Wo werde ich gebraucht?
  • Raubt oder verleiht mir Selbstlosigkeit Würde?
  • Wann, in welchen Situationen spüre ich die Freude der Selbstlosigkeit?

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der
Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

 

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Kategorie: Hinführung, Lesejahr C

Datum: 18.11.2022

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