31.Sonntag


Für die Weggemeinschaften gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

31. Sonntag im Jahreskreis (C), 30.10.2022, Lk 19,1-10, Hinführung
Paulina Pieper, Referentin der Innovationswerkstatt, Koordinatorin Denk Dich neu


Im Evangelium dieser Woche hören wir wieder von einem Zöllner, von einem Mann,
dessen Beruf es ist, Abgaben und Gebühren für Waren zu erheben. Wenn in den
biblischen Erzählungen von Zöllnern die Rede ist, steht dahinter das Bild von
gewinnorientiert arbeitenden Personen, die sich auf Kosten anderer bereichern. Wir
können davon ausgehen, dass Personen wie der Zöllner Zachäus nicht im Mittelpunkt der
Gesellschaft standen, dass viele Menschen ihn, diesen „Sünder" (V7) eher argwöhnisch
und aus der Ferne betrachtet haben. Doch Jesus schaut diesen Menschen an, er sieht,
wer Zachäus ist, und spricht mit ihm. Er fragt nicht, ob er bei Zachäus zu Abend essen
darf, sondern er lädt sich einfach selbst ein. Auch Zachäus fragt nicht nach, er freut sich
Jesus bei sich aufnehmen zu dürfen. Er nimmt das Beziehungsangebot, dass Jesus ihm
macht, unmittelbar an. Wir wissen nicht viel von dem, was zwischen den beiden passiert,
aber das Wesentliche gibt das Evangelium preis: Wahrgenommen und von Jesus
eingeladen, verspricht Zachäus, etwas in seinem Leben zu verändern. Obwohl er sich
Jesus nicht anschließt, nicht alles stehen und liegen lässt, um mit ihm zu gehen, öffnet die
Begegnung mit Jesus seine Augen und sein Herz. Er sieht seine Fehler und beschließt in
Zukunft nicht mehr ungerecht zu handeln, nicht mehr nur zu nehmen – sondern im
Gegenteil, aus vollen Händen zu geben. Damit erfährt aber nicht nur Zachäus selbst eine
Art Heilung. Sein ganzes Haus, also seine Familie und seine sozialen Beziehungen
werden in die Beziehung zu Gott mit hineingenommen und sind damit von den Störungen
und der Schwere, die das profitorientierte Verhalten des Zachäus produziert hat, befreit.


Fragen zum Weiterdenken:
1. Wer jemanden anschaut, tritt mit dem Gegenüber in eine Beziehung ein. In welchen
Beziehungen fühle ich mich (an-)gesehen? Was verändert sich für mich, wenn jemand
mich wirklich sieht?
2. Oft schauen auch wir als kirchliche Gemeinschaft an Menschen vorbei oder übersehen
das Un-Heil Einzelner. Fällt mir jemand ein, den ich besuchen, ansehen und
ansprechen, bei dem ich mich mal (wieder) einladen könnte?

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der
Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

 

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Kategorie: Hinführung, Lesejahr C

Datum: 24.10.2022

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