26.Sonntag


Für die Weggemeinschaften gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

26. Sonntag im Jahreskreis (C), 25.09.2022, Lk 16,19-31, Hinführung
Martin Lesky, Abteilungsleiter für missionarische Pastoral

Der heutige Evangeliumstext steht am Ende des 16. Kapitels im Lukasevangelium. Alle
Texte in diesem 16. Kapitel handeln von Reichtum und Besitz und wie wir damit umgehen
sollen. Die heutige Stelle stellt den Abschluss dar. Hier wird das Thema noch einmal
zugespitzt auf den Punkt gebracht.
In den ersten Zeilen wird der Unterschied zwischen dem reichen Mann und dem armen
Lazarus beschrieben. Der reiche Mann kleidet sich in Purpur und feinen Leinen – eine
Kostbarkeit, die sich kaum jemand leisten konnte – und feierte jeden Tag glanzvolle Feste.
Diese beiden Aspekte lassen auf unermesslichen Reichtum schließen. Der arme Lazarus
dagegen ist nackt, hungrig und krank. Der Name Lazarus geht auf den hebräischen
Namen Eleazar zurück, was soviel heißt wie, Gott hat geholfen. Ihm kann also nur mehr
Gott helfen. Die Gegensätze der beiden wird auch noch deutlich, dass der reiche Mann
drinnen im Haus am reich gedeckten Tisch feiert und der arme Lazarus draußen bei den
Hunden hungert. Hier wird der riesige soziale Unterschied und die Rücksichtslosigkeit der
Reichen angeprangert.
Zuerst stirbt der arme Lazarus, unmittelbar darauf auch der reiche Mann. Und auf einmal
kehren sich die Verhältnisse um. Lazarus wird in Abrahams Schoß aufgenommen, der
reiche Mann muss in der Unterwelt qualvolle Schmerzen aushalten. Jetzt kommt es zu
einem Dialog zwischen dem reichen Mann und Abraham. Lazarus hatte im Leben nur eine
Bitte, hätte gerne seinen Hunger mit den Abfällen des Tisches gestillt, der reiche Mann hat
jetzt drei Bitten. Seine erste Bitte deutet diese Umkehrung an: Lazarus soll mit der Spitze
seines Fingers einen Wassertropfen bringen, damit er wie ein Hund daran schlecken kann.
Die zweite und dritte Bitte geht darum, dass seine Verwandten gewarnt werden. Aber alle
drei Bitte verhallen ungehört, denn der reiche Mann hat zu Lebzeiten auf Kosten der
anderen gelebt und sich nicht auf die Wegweiser der Bibel bezogen.
Wir hören hier vielleicht die Frage heraus: Wie kann ein Reicher in den Himmel kommen?
Die Antwort finden wir im letzten Satz, beim Hinweis auf Mose und die Propheten. Es geht
um ein Leben mit Gott und eine Ausrichtung auf die Wegweiser der Bibel, die uns zeigen,
wie Leben und Zusammenleben gelingen kann.


Fragen zum Weiterdenken:
1. Pflege ich Freundschaft zu armen Menschen?
2. Welche Antworten für mein Leben finde ich in den Wegweisern der Bibel?

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der
Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

 

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Kategorie: Hinführung, Lesejahr C

Datum: 26.09.2022

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