Hinführung zum Evangelium des dritten Sonntags im Jahreskreis am 25. Jänner 2026: Mt 4,12-23
Mit der Verhaftung Johannes des Täufers endet eine Zeit – und zugleich beginnt etwas Neues. Das Matthäusevangelium erzählt vom Auftakt des Wirkens Jesu nicht im Zentrum der Macht, nicht in Jerusalem, sondern am Rand: im Norden Galiläas, in einem Grenzgebiet, dort, wo Juden und Heiden zusammenleben. Genau hier setzt Jesus seinen ersten Schritt.
Für Matthäus ist das kein Zufall. Er will zeigen: Jesus ist der, den die Propheten verheißen haben. Darum greift er die Worte des Propheten Jesaja auf. Wo Dunkelheit herrscht, wo Menschen sich orientierungslos fühlen oder im Schatten leben, geht ein Licht auf. Mit Jesus beginnt etwas Neues – nicht nur für wenige Auserwählte, sondern für alle.
Seine Botschaft ist klar und eindringlich, und sie klingt vertraut: „Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe.“ Es sind dieselben Worte, mit denen Johannes der Täufer aufgetreten ist. Doch bei Jesus werden sie von Beginn an konkret. Denn Jesus ruft sofort Menschen in seine Nachfolge. Er beginnt nicht mit Gelehrten oder Einflussreichen, sondern mit einfachen Fischern: Simon und Andreas, Jakobus und Johannes. Menschen, die vom täglichen Fang leben, ohne große Sicherheiten. Vielleicht gerade deshalb können sie sich auf den Weg einlassen. Erstaunlich ist, dass sie bleiben – und dass aus diesen einfachen Anfängen später die Kirche wächst.
So erzählt dieser Abschnitt nicht nur vom Beginn des Wirkens Jesu, sondern auch davon, wie Licht, Berufung und Nachfolge zusammengehören.
Fragen zum Weiterdenken:
Martin Lesky, Leiter des Pastoralen Bereiches ZUKUNFT.glauben
Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der
Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol
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Kategorie: Hinführung, Lesejahr A
Datum: 19.01.2026
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