Zweiter Sonntag im Jahreskreis


Für die Weggemeinschaften und alle Interessierten gibt es hier jede Woche kurze Gedanken zum Sonntagsevangelium mit Fragen zum Weiterdenken.

Hinführung zum Evangelium des zweitenSonntags im Jahreskreis am 18. Jänner 2026: Joh 1,29-34

Das Johannesevangelium beginnt mit dem Prolog, dann folgt das Zeugnis des Täufers und schließlich folgt die heutige Perikope. Interessant ist, dass im Vergleich zur Taufe Jesu im Matthäusevangelium, die wir am letzten Sonntag im Evangelium gehört haben, Jesus heute nicht zu Wort kommt. Hier wird die Taufe Jesu aus der Sicht des Johannes beschrieben. Im Johannesevangelium wird Jesus das erste Mal in der folgenden Perikope bei der Berufung der ersten Jünger zu Wort kommen und die Frage stellen: „Was sucht ihr?“

Johannes der Täufer weiß mit Bestimmtheit, dass der Herr nahe ist: „Mitten unter euch steht einer …“ (Joh 1,25). Als er am Beginn des Textes Jesus auf sich zukommen sieht, weiß er sofort, dass es sich bei Jesus um den handelt, den er angekündigt hat und sagt: „Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.“ Damit greift er ein Bild auf, das im Volk Israel präsent war: er bezeichnet Jesus als den Gottesknecht, von dem schon der Prophet Jesaja gesagt hatte, er sei der Gerechte, der die Sünden der anderen trägt, um sie zu retten. (Jes 52,13 – 53,12)

Johannes der Täufer erzählt dann seine ganz persönliche Erfahrung, wie er Jesus erkannt hat. Er ist mit Gott in Verbindung. Denn Gott hat ihm den Auftrag gegeben mit Wasser zu taufen und hat ihm zusätzlich gesagt, dass der, auf den der Geist herabkommt und bleiben wird, mit Heiligen Geist taufen wird. Vielleicht ist der Geist auch auf andere heruntergekommen, aber bei Jesus bleibt er. Das ist das Zeichen, das sich erfüllt.

Der Evangelist Johannes will den Glauben begründen, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, durch den die Glaubenden ewiges Leben gewinnen. Dies zeigt sich unter anderem im letzten Satz: „Ich habe es gesehen und bezeuge: Dieser ist der Sohn Gottes.“

 

Fragen zum Weiterdenken:

  • Wer ist Jesus für mich ganz persönlich? Wie würde ich ihn bezeichnen?
  • Wie habe ich zum Glauben an ihn gefunden?
  • Wie kann ich Zeugnis geben von meiner Erfahrung mit Gott, der in Jesus Mensch geworden ist?

 

Martin Lesky, Leiter des Pastoralen Bereiches ZUKUNFT.glauben

 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der

Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

 

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Kategorie: Hinführung, Lesejahr A

Datum: 12.01.2026

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