Hinführung Pfingstsonntag


Für die Weggemeinschaften und alle Interessierte gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

Hinführung Pfingstsonntag, 08.06. 2025, Joh 20, 19-23 

Dekan Franz Troyer, Leiter der Bibelpastoral Innsbruck

 

Ostern und Pfingsten
Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.

„Da seid ihr ja, ganz ängstlich und verschlossen.
Kein Wunder nach eurem feigen Verhalten in den vergangenen Tagen. Das hätte ich mir von euch nicht erwartet!
In den schlimmsten Stunden habt ihr mich im Stich gelassen!
Es ist arg, was mir alles angetan wurde. Auf niemanden ist Verlass!
Und ihr seid nicht viel besser als diese machtgierige Gruppe der Hohenpriester. Die gehen über Leichen, das haben wir jetzt endgültig gesehen.
Aber so einfach geht das mit mir nicht. Die werden noch dreinschauen!"

Stellen Sie sich vor, der Auferstandene hätte bei der ersten Begegnung mit seinen Jüngern in dieser Form gedacht und geredet. Oder seine erste Botschaft wäre ein Mitleid suchendes Jammern gewesen: „Schaut her auf meine Wunden. Ich bin so arm. Ich habe es so gut gemeint, aber niemand versteht mich, niemand mag mich."
Gott sei Dank verlaufen der Abend des Ostertages und die Begegnung mit dem Apostel Thomas eine Woche später ganz anders. Es ist befreiend, wie der Auferstandene mit der Ungerechtigkeit der vergangenen Tage und mit den Versäumnissen seiner Jünger umgeht.
Man hat den Eindruck, dass der Auferstandene den Jüngern nicht nur die Wunden entgegenstreckt, sondern ihnen hilfreich alle fünf Finger und somit die ganze Hand reicht. Es ist befreiend, dass die Jünger die Hand des Auferstandenen ergreifen und sich daran festhalten. Die fünf Finger der Hand gehören zusammen und ergänzen sich gegenseitig.

Osterfinger 1: Er trat in ihre Mitte.
Osterfinger 2: Friede sei mit euch!
Osterfinger 3: Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Osterfinger 4: Empfangt den Heiligen Geist!
Osterfinger 5: Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben.

 

Fragen:

  • Wie hängen für dich Ostern und Pfingsten zusammen?
  • Was ist dir in den 50 Tagen der Osterzeit – von Ostersonntag bis Pfingsten – wichtig?
  • Welchen österlichen Finger Jesu möchtest du ergreifen?

 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der

Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

 

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Kategorie: Hinführung, Lesejahr C

Datum: 02.06.2025

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