13. Sonntag im Jahreskreis


Für die Weggemeinschaften und alle Interessierte gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

Hinführung 13. Sonntag im Jahreskreis, Mk 5,21-34
Silke Rymkuß, Referentin der Katholische Jugend

„Im selben Augenblick fühlte Jesus, dass eine Kraft von ihm ausströmte, und er wandte sich in dem Gedränge um und fragte:..." ist für mich die zentrale Stelle im Evangelium.
In dieser Stelle steckt für mich das Geheimnis von kraftvollen Begegnungen.

Spontan: Jesus ist auf dem Weg zu einem kranken Mädchen, dessen Vater ihn um Hilfe bietet. Er hat es eilig und versucht sich mit Hilfe seiner Jünger*innen einen Weg durch die Menge zu bahnen. Und dann kommt es zu dieser Begegnung mit der Frau. Ausgelöst durch eine vorsichtige, aber beabsichtigte Berührung des Gewands Jesu. In all dem Gedränge ist plötzlich etwas anders und Jesus stoppt. Er bleibt stehen und setzt seine Prioritäten neu.

Zeitnehmen: Jesus spürt, dass er unbewusst einem Menschen hilft. Er hat sich der Frau vor der Heilung nicht zugewendet, er weiß nicht um ihr Leid, aber die Berührung seines Gewands hilft. Er könnte jetzt auch schnell weiter gehen, es dabei belassen sozusagen im Vorbeigehen einem Menschen geholfen zu haben. Aber er wendet sich der Frau zu, nimmt sich Zeit und hört ihr zu. Sie erzählt ihm voller Furcht „die ganze Wahrheit". Sie erzählt von ihrem jahrelangem körperlichem Leiden, von ihren immer wieder enttäuschten Hoffnungen auf Heilung, die ihr ganzes materielles Vermögen und ihr psychisches Vermögen aufgebraucht haben. Sie erzählt von diesem Funken Hoffnung, die er und sein Wirken wieder in ihr entfacht haben und sie zu ihm kommen hat lassen. Das ist kein kurzer Wortwechsel, das ist ein tiefgehendes Gespräch mitten in dieser Menge auf dem Weg zu einem sterbenden Kind.

Geben und Nehmen: In der Begegnung mit der Frau wird ganz deutlich gesagt, dass Kraft von Jesus ausströmt. Jesu gibt etwas von sich und die Frau nimmt die heilende Kraft an. Sie gibt Jesus all ihren Glauben, ihre Hoffnung und ihren Mut und nimmt die Bereitschaft zum Gespräch an. Begegnungen mit anderen Menschen können kraftspenden, inspirierend sein, auch wenn ich gerade mehr der Gebende bin. Das Begegnungen aber auch kräftezehrend sein können, erfährt auch der Mensch Jesu. Er sucht in diesen Situationen die Einsamkeit und das Gebet. Er achtet auf sich.

Fragen:

Welche Begegnungen waren für mich kraftvoll? Welche eher kräftezehrend?

Gibt es in unserer Pfarre Orte und Zeiten, in denen Menschen sich begegnen können, um sich gegenseitig Kraft zu geben und zu unterstützen?

Sind unsere Gottesdienstfeiern kraftspendend und verwandelnd? Rufen sie uns zur Nachfolge Christi auf?

 

 

 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der

Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

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Kategorie: Hinführung, Lesejahr B

Datum: 29.06.2024

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