10. Sonntag im Jahreskreis


Für die Weggemeinschaften und alle Interessierte gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

Hinführung 10. Sonntag im Jahreskreis, Mk 3, 20-35
Silke Rymkuß, Referentin der Katholische Jugend

Als ich das heutige Evangelium zum ersten Mal überflog, dachte ich nur wie sperrig: es ist lang, springt zwischen verschiedenen Szenen, dann die alten Worte und Ausdrücke. Puhhh... .
Doch beim Gehen, Aufräumen und der Gartenarbeit gärte es in mir. Und plötzlich war sie da, diese enorme Aktualität: von Sinnen, vom Beélzebub besessen, Lästerung, unreiner Geist – kurz FAKE NEWS.


Über Jesus werden Fake News erzählt: Er ist von Sinnen! Er ist vom Satan besessen!
„Er ist von Sinnen!" – so beurteilt seine Familie sein Handeln. Sicherlich aus Besorgnis heraus, dass er nicht auf sich achtet. Aber viel mehr zählt wohl das Aufsehen, das er erregt. Und was es für ihn und die ganze Familie bedeutet. Bloß nicht auffallen, weder im Negativen noch im Positiven. Kennen wir dies nicht aus unseren Familien, Gemeinden, Pfarren? Jeder der nur ein wenig anders ist, wird misstrauisch beäugt. Da nennt man Menschen, die sich einsetzen abfällig Schafftler*innen. So ein Gerede möchte man nicht für seine eigene Familie.


„Er ist von Beélzebul besessen" - dies sagen die Schriftgelehrten aus Jerusalem über Jesus. Und hier sind wir im gesellschaftlichen und politischen Bereich. Jesu erregt Aufmerksamkeit mit seiner Botschaft der Liebe Gottes. Seine Sichtweise der Liebe Gottes ist revolutionär. Sie begeistert! Sie erreicht gerade die Menschen, die am Rande der Gesellschaft sind. Sie das Potenzial, die herrschenden Machtverhältnisse zu untergraben. Damals wie heute versuchen Widersacher mit Falschaussagen und Verdrehung der Tatsachen, die Autorität eines Menschen zu untergraben.


Wie reagiert Jesus? Er reagiert mit Verstand. Er argumentiert sachlich und von seiner Person ausgehend. Er lässt sich nicht verunsichern, er unterscheidet die Art der Lästerung und hebt die glaubenden Menschen um ihn herum hervor. Eine wertschätzende, aber klare Botschaft.

Fragen:

Wie gehe ich mit Nachrichten um? Hinterfrage ich die Quelle und Person dahinter, bevor ich sie zu meiner Meinung mache?

Wie gehe ich mit Menschen in meinem Umfeld um, die Fake News glauben und weiterverbreiten? Halte ich dagegen? Gehe ich in einen vernünftigen Dialog? Bleibe ich wertschätzend?

Versuche ich, zu unterscheiden, was trennend und polarisierend ist von dem was verbindend und hoffnungsgebend ist?

 

 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der

Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

Hier als PDF

 

 

Kategorie: Hinführung, Lesejahr B

Datum: 09.06.2024

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