14. Sonntag im Jahreskreis


Für die Weggemeinschaften gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

Sonntag im Jahreskreis (A), 09.07.2023, Mt 11,25-30, Hinführung
Gudrun Guerrini, Gemeindeberaterin, Mitglied der Weggemeinschaft Hall-Schönegg

 

Das Evangelium beginnt mit einem Lobpreis Jesu (11,25-27), der sich an den Vater richtet.
Diesem Gebet liegt die Erfahrung Jesu zugrunde, dass die einfachen und weniger gebildeten
Menschen (=die Unmündigen) leichter den Zugang zu seiner Botschaft vom Reich Gottes
finden als die Pharisäer und Schriftgelehrten (=die Klugen und Weisen). In Jesus gibt sich
Gott auf einzigartige Weise den Menschen zu erkennen. Was Jesus verkündet, kommt
unmittelbar von Gott.
Direkt daran dann schließen drei Einladungen Jesu an die Menschen (=alle) an:

  • Kommt alle zu mir! (V 28). Nehmt mein Joch auf euch! Lernt von mir! (V 29)
  • Was stellt Jesus dafür in Aussicht? Erquickung (= neue Frische, Erholung V28), Ruhe für die Seele (V 29)
  • Wie findet man Ruhe für die Seele? Indem man das sanfte Joch Jesu und seine leichte Last (V 30) auf sich nimmt und von ihm lernt.
  • Warum sollte man sich auf das „Joch Jesu" einlassen? Jesus ist die Güte in Personund einer, der sich in den Dienst der Menschen stellt und dient (V 29).

Entlastung und Ruhe für die Seele - wer sehnt sich nicht danach? Viele Menschen stehen
unter dem Joch des Funktionieren-Müssens. Sie sind fest eingespannt, den Karren des
eigenen Lebens zu ziehen. Damit einher geht oft der Raubbau an der eigenen körperlichen
und seelischen Gesundheit, Beziehungen werden aufs Spiel gesetzt und man wird für die
eigenen Bedürfnisse und die der Mitmenschen taub.
Woher alle diese Sachen kommen, die zur übermächtigen Last werden können, ist
unterschiedlich.

  • Verpflichtungen aus Alltag und Beruf
  • Erwartungen anderer (Eltern, Freunden, soziales Umfeld, Pfarre, ...), die erfüllt werden müssen
  • Konsequenz aus Entscheidungen, die man einmal getroffen hat (Kreditrückzahlungen, ...)
  • Schicksal (z.B. Krankheit, Jobverlust, ...)
  • Folgen von Großereignissen (Kriege, Teuerung, Inflation ...) und einer Wirtschaftsund Sozialpolitik, die sich mehr um die „Klugen und Weisen", (= die mit den gefinkelten Beratern und mächtigen Netzwerken) kümmert als um die Menschen, die hart ums Überleben kämpfen

Es wäre lohnend, mit den Augen Jesu auf diesen Karren des eigenen Lebens zu schauen
und zu überlegen, was man „abladen" könnte? Nicht vorbeikommen wird man dabei auch an
der Frage, wer es ist, der einem immer wieder neue Lasten auferlegt.
Ein Joch ist beides: Sinnbild für Unterdrückung und Zwang aber auch Tragehilfe. Das Joch
Jesu will Menschen nicht ihrer Freiheit berauben und sie vor irgendeinen Karren spannen.
Das Joch Jesu, seine Liebe und seine Bereitschaft zu dienen, sind vielmehr eine Tragehilfe
für das, was das Leben uns aufbürdet. Er stärkt uns auch darin uns zu wehren gegen
diejenigen, die uns für ihre Interessen einspannen bzw. Menschen um des eigenen Profts
willen versklaven.

 


Fragen zum Weiterdenken:

  • Lieben und geliebt werden hilft, vieles im Leben zu (er)tragen. Welche Beispiele fallenIhnen dazu ein? Was bedeutet es Ihnen in dem Zusammenhang, „Gottes geliebtes Kind" zu sein?
  • Wo werden Menschen unterdrückt und klein gemacht? Wie könnte man sich als Einzelperson/als Pfarre dagegen engagieren?

Weitere Gedanken zu Mt 11, 25-30: Hinführung von Dr. Franz Troyer zum Herz Jesu Fest

 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der
Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

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Hier zum Nachhören

Kategorie: Hinführung, Lesejahr A

Datum: 09.07.2023

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