Kirchenbank im öffentlichen Raum


Lange Nacht der Kirchen einmal anders - auf der Straße!

Innsbruck Maria-Theresien-Straße

Ein Zeichen, das wirkt! Eine Kirchenbank kennt man. Im Kirchenraum gehört sie dazu. Aber im öffentlichen Raum?
Die Lange Nacht der Kirchen hat die Gelegenheit geboten, nicht nur "in Kirchenräume hinein" einzuladen, sondern auch "aus den Kirchenräumen hinaus" zu gehen. Mit einer Kirchenbank. Im öffentlichen Raum.
Die Kirchenbank haben wir neben einem Café und dem Würstlstand in der Flaniermeile von Innsbruck, der Marien-Theresien-Straße, aufgestellt. Als erkennbarer und bekannter Vertreter der Kirche war es mein Wunsch, zu Gespräch und Begegnung am ungewöhnlichen Ort einzuladen und Kontakt zu unterschiedlichsten Menschen aufzunehmen.

Die Gespräche waren allesamt interessant und gut. Immer wieder war es auch möglich, Leute anzusprechen, die mit Verwunderung und Erstaunen auf diese Aktion reagiert haben. Viele Menschen fanden die Idee einladend, kreativ und gut.

Als Vertreter der Kirche habe ich mich auch "ausge-setzt" gefühlt. Die gewohnten Sicherheiten waren weg. Die Unberechenbarkeit dessen, was geschieht, hat mich heraus-gefordert - und beschenkt.

Dazu ein paar Gedanken aus: "Geh hinaus – da kannst Du was erleben! Erfahrungen an einem neuen Ort von Kirche" (www.feinschwarz.net)

„Unser Ziel war es also, den Binnenraum der Kirche, unser ‚Hoheitsgebiet' zu verlassen und damit auch auf eigene Regeln, Riten und Routinen zu verzichten, um den Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Das hat in der Konsequenz zur Folge, dass wir Abstand nehmen von einer ‚Bescheidwisser-Mentalität' und hören, was die Menschen uns zu sagen haben. Denn sie sind nicht nur Empfänger unserer Wohltaten. Der französische Kardinal Louis-Marie-Billet formulierte dies so: ‚Wir wissen nur zu gut, dass es kein Evangelium gibt ohne Dialog. Wir können nicht alle Antworten geben, bevor wir nicht die Fragen gehört haben. Und wir können nicht nur die Fragen hören, auf die wir eine Antwort haben."

„Man kann grundsätzlich davon ausgehen, dass die Frage nach Gott eine wesentlich größere Zahl von Menschen beschäftigt als wir Kirchenmitglieder haben. Die Kirchenbank erwies sich als gute ‚Andock-Möglichkeit' für eher distanziert Glaubende, die auch den Zweifel kennen oder keine Heimat gefunden haben innerhalb unserer Gemeindestrukturen. Wenn wir unseren Binnenbereich verlassen und in den öffentlichen Raum gehen, wird es für die Menschen leichter, ein Bewusstsein von Dazugehörigkeit zu entwickeln. ... Gleichzeitig behalten die Passanten einen Freiheitsraum, sie können das Annäherungsverhältnis selber bestimmen. Er und sie bleiben handelnden Subjekt, er entscheidet selber, ob er mit uns spricht, was er erzählt und wie intensiv die Gespräche werden, sie hat das recht, es kurz zu machen, es ist ihre Veranstaltung."

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