2. Fastensonntag


Für die Weggemeinschaften und alle Interessierte gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

Hinführung 2. Fastensonntag, 25.02.2024, Mk. 9,2-10
Claudia Hubert, Referentin für Weggemeinschaften und pastorale Innovation

Im heutigen Evangelium geht es hoch hinaus.
Zum einen geht es auf einen Berg. Der Aufstieg ist anstrengend und herausfordernd, aber er lohnt sich. Von da oben hat man einen guten Ausblick und Überblick. Nach der Anstrengung des Aufstiegs folgt das Staunen: über das Geschaffte, die Natur, die Weite, ... Für mich sind es immer auch Momente des Innehaltens und ins Gespräch kommen mit Gott, dem Schöpfer all der wunderbaren Dinge um mich herum.


Doch die Jünger, die mit Jesus unterwegs sind, erleben einen noch ganz anderen „Höhenflug". Sie dürfen Jesus in seiner Herrlichkeit schauen; verwandelt vor ihren Augen; abgehoben; nicht mehr von dieser Welt. Und dabei doch der selbe mit dem sie eben noch den Berg erklommen haben. Da kann ich gut verstehen, dass Petrus nicht weiß, was er sagen soll.                          Es ist für sie eine Begegnung mit Gott: nicht nur mit Jesus-Gott, sondern auch mit dem Vater: das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören. Fast die selben Worte, wie bei der Taufe Jesu. Damals hörte sie nur Jesus, jetzt wird diese Offenbarung auch den drei Jüngern zuteil. 

Wer schon einmal eine tiefe Gotteserfahrung gemacht hat, der kann den Wunsch von Petrus, drei Hütten zu bauen, gut verstehen. Da will man nicht mehr weg; der Moment soll ewig andauern; man will ihn festhalten. Heutzutage wird das Handy gezückt und auf den Auslöser der Kamera gedrückt. Doch solche Momente der Gottes Erfahrung, tiefen Glücks, Zufriedenheit oder Freude lassen sich meist nicht festhalten und zerrinnen uns zwischen den Fingern. Dies ist zwar schade, birgt aber auch eine Chance in sich.

Denn, um auf die Erzählung des Evangeliums zurückzukommen, wenn man da oben bleibt, allein zu viert, wie kommt dann die Botschaft, das Jesus Gottes geliebter Sohn ist, zu den Menschen? Es braucht den Abstieg; wieder runter in den Alltag mit all seinen Problemen, Anfragen und Freuden. Nur dort kann man das Erlebte weitergeben. Und indem man es weitergibt, „behält" man den Moment; bleibt man in diesem Moment. Auch hier gilt: wer verliert, wird gewinnen.

Solche Gipfelmomente, egal ob in der Beziehung mit Gott oder mit den Mitmenschen, klingen nach, geben Kraft für den Weg im Tal, für die schwierigen Situationen im Alltag, der Begegnung mit den Menschen und für neue Anstiege.

Und auch im heutigen Evangelium wird deutlich: als Christ leben, nach dem Evangelium leben heißt auf dem Weg sein. Nicht ewig verweilen und Hütten bauen, sondern verweilen, auftanken, sich von Gott beschenken lassen, und dann um-kehren, den Berg hinab gehen, hin zu den Menschen, die auf uns und die frohe Botschaft warten.

Fragen zum Weiterdenken:
Was sind meine Gipfelmomente?
Welchen möchte ich anderen weitergeben?

 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der
Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

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Kategorie: Hinführung, Lesejahr B

Datum: 25.02.2024

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