25. Sonntag im Jahreskreis


Für die Weggemeinschaften gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

25. Sonntag im Jahreskreis (A), 24.09.2023, Mt. 20, 1- 16
Hinführung von Claudia Hubert, Fachreferentin Missionarische Pastoral, Diözese Innsbruck

Ich finde dieses Gleichnis immer sehr tröstlich. Egal wie quantitativ viel oder wenig ich für Gott arbeite, er gibt mir, was recht ist. Wichtig ist, für ihn zu arbeiten, in seinen Weinberg zu gehen und dort zu ackern. Das Gleichnis zeigt mir die gleiche Würde eines jeden Menschen – jeder bekommt, was recht ist, nicht der eine mehr, der andere weniger. Bei Gott gibt es kein mathematisches Belohnungssystem: je mehr man tut, desto höher ist der Output. Wichtig ist, auf die Anwerbung Gottes zu reagieren und sich in seinen Weinberg aufzumachen. Er wirbt um uns/ um mich und an mir liegt, es zu gehen. Es braucht beides Gottes Gnade/ sein Anruf und mein Antworten.
Mit Anruf ist für mich hier nicht nur ein einmaliges Ereignis gemeint – er ruft mich zu einer bestimmten Lebensentscheidung wie bspw. zur Ehe, oder dazu, einen bestimmten Beruf zu ergreifen. Er ruft mich jeden Tag (mehrmals) für ihn zu arbeiten, mein Handeln an ihm auszurichten – d.h. für mich, mich an seiner Liebe zu mir und meinen Mitmenschen zu orientieren. Dabei lässt Gott mich frei, zu antworten oder nicht. In dem Gleichnis wird nur von den Tagelöhnern berichtet, die in den Weinberg gingen. Aber vielleicht gab es ja auch welche, die nein gesagt haben? Oder erst nein gesagt haben und zu einer späteren Stunde, als sie noch einmal gefragt wurden, dann doch gegangen sind?
Am Ende des Tages, beim Austeilen des Lohns murren einige Arbeiter. Für mich ein Sinnbild, dass Gottes Logik nicht immer die unsere ist. Seine Pläne und sein Handeln sind mir oft unbegreiflich und unverständlich. Da braucht es Vertrauen, dass Er auch mir gibt, was ich brauche.
Dieses Vertrauen in Gott und sein Handeln ist es dann, was einen Erster oder Letzter sein lässt, und nicht in erster Linie die Anzahl der „guten Taten" oder wie lange ich schon mit Ihm unterwegs bin.
Als ich einmal krank war und diese Stelle des Evangeliums gelesen habe, kam mir der Gedanke: Am Ende des Lebens, wenn ein jeder Mensch/ wenn ich vor Gott stehen werde, zählt nur, ob man/ ob ich in diesem Moment daran glauben kann, dass Gott mich erlöst hat und mir all meine Schuld vergibt – egal wie ich vorher gelebt habe. Und ich dachte mir: und warum lebe ich dann nicht in „Sauss und Braus", sondern versuche mein ganzes Leben nach dem Evangelium auszurichten? Wozu der „Stress"? Die Antwort: weil ich nicht weiß, ob ich in dem Moment diesen Schritt des Vertrauens machen kann, wenn ich ihn nicht in den Jahren, die mir noch bleiben, immer wieder trainiere. Denn Training macht den Meister !!??

Fragen zum Weiterdenken:
Wo ging meine Logik mit der Gottes auseinander?
Wo habe ich erfahren, dass er mir gibt, was ich wirklich brauche?
Was brauche ich wirklich? Was wäre mein Denar?

 

 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der
Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

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Kategorie: Hinführung, Lesejahr A

Datum: 24.09.2023

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