19. Sonntag im Jahreskreis


Für die Weggemeinschaften gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

19. Sonntag im Jahreskreis (A), 13.8.2023, Mt. 14,22-33,
Mag. Gebhard Ringler, Priester und Logotherapeut, Gründer und langjähriger Leiter des Brunnen im DEZ.

„Er bekam Angst und schrie ... Jesus streckte sofort die Hand aus und ergriff ihn."
(Mt. 14,30.31)

Jesus – der starke Verbündete

Angst ist ein natürliches Phänomen im Leben. Sie kann ein wichtiges Signal sein, das bei Gefahr zur Vorsicht mahnt. Sie bewahrt uns davor, uns selbst zu überschätzen, damit wir am Boden der Realität zu bleiben. Leider bläst sich die Angst manchmal selbst auf und hat nichts mehr mit der Realität zu tun, entspricht weder den Tatsachen noch der Gefahr, vor der sie ursprünglich warnen wollte. Dann passiert es, dass nicht mehr wir die Angst haben, sondern dass sie uns hat, und wir in ihr unterzugehen drohen.
Ein wichtiger Schritt, die Angst in ihre Schranken zu weisen, ist es, den Blick neu auf die Tatsachen hin zu lenken. Die Wirklichkeit und das, was wir in unserer Phantasie daraus machen, sind zweierlei.
Im Evangelium dieses Sonntags schreien gestandene Männer vor Angst. Auch sie verwechseln die Wirklichkeit mit ihren Befürchtungen. Sie meinen, ein Gespenst zu sehen. Mal langsam also: genau hinschauen, genau hinhören! Was auf sie zukommt, ist der ihnen gut bekannte Jesus – und nicht ein Gespenst.
Und noch ein zweiter Perspektivenwechsel ist hilfreich: der Blick weg vom Bedrohlichen, vom Auslöser der Angstzustände – hin zum Rettenden.
Als Petrus nämlich aus dem Boot aussteigt und die Gewalt des Sturmes – die Wirklichkeit! – wahrnimmt, sinkt er. Da braucht er den konsequenten Blick auf den bereits zum Greifen nahen Retter, auf Jesus. Dieser streckt sofort (!) seine Hand aus und fasst den untergehenden Petrus. Es ist Übermut (und nicht Mut), Selbstüberschätzung (nicht Vertrauen), auf dem Wasser gehen zu wollen. Es hat keinen Sinn, sich, anderen oder auch Jesus etwas beweisen zu wollen. Vertrauen ist es, in dem – wenn auch wankenden – Boot zu bleiben und den „Menschensohn" zu sich ins Boot zu bitten. Als der „Christus" hat er alle Mächte im Griff.
Nicht dass ich als Glaubender keine Angstzustände kennen dürfte – aber ich darf wissen, dass ER auf meiner Seite ist, mit mir im Boot. Er ist mein wichtigster und stärkster Verbündeter.
Ich wünsche uns allen dieses Vertrauen.

 

 

 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der
Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

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Kategorie: Hinführung, Lesejahr A

Datum: 13.08.2023

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