2. Adventsonntag


Für die Weggemeinschaften gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

 

2. Adventsonntag (A), 04.12.2022, Mt 3,1-12, Hinführung
Anna Kraml, MA, Fachreferentin Bibelpastoral


„Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine
Straßen!" (Mt 3,3). Mitten in der vorweihnachtlichen Adventszeit begegnet uns am zweiten
Adventsonntag ein Evangelium, das in einer starken Ambivalenz zwischen Zerstörung und
Hoffnung steht:
„Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Zorngericht
entrinnen könnt?" (Mt 3,7) „Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum,
der keine Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen." (Mt 3,10) „Schon
hält er die Schaufel in der Hand; und er wird seine Tenne reinigen und den Weizen in
seine Scheune sammeln; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer
verbrennen." (Mt 3,12)
Es sind Passagen der Trostlosigkeit, die uns im Auftakt des Matthäusevangeliums
begegnen und die das Tun Johannes des Täufers in ein fast schon deprimierendes Licht
für uns Menschen stellen. Gleichzeitig begegnet uns bereits in diesem dritten Kapitel des
Evangeliums eines der großen biblischen Heilsversprechen: „Ich taufe euch mit Wasser
zur Umkehr. Der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich und ich bin es nicht wert, ihm
die Sandalen auszuziehen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen." (Mt
3,11)
Mitten im Advent, der Zeit der Besinnlichkeit, des Friedens und des Wartens werden wir
durch das Evangelium ganz radikal darauf aufmerksam gemacht, wie wir uns, unseren
Leben und unseren Glauben verstehen. Was bedeutet es in dieser Zeit für uns selbst
„Frucht hervorzubringen"? Insbesondere in Anbetracht eines Winters, in dem wir erneut
vor der großen Frage stehen, wie es weiter gehen soll. Wie unser Leben und unsere Welt
sich in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren entwickeln wird. Das Evangelium trägt
diese Frage auch in unser Leben hinein. Es ist ein unmissverständlicher Aufruf zur
Umkehr. Zum Bewusstwerden des eigenen Handelns und des eigenen Eingebunden-
Seins in diese Welt. Das macht auch der Rückbezug auf das Alte Testament in der Lesung
(Jes 11,1-10) deutlich. „Der Geist Jhwhs ruht auf ihm: der Geist der Weisheit und der
Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Frucht
Jhwhs" (Jes 11,2).


Fragen zum Weiterdenken:

  • Wie finde ich mich selbst in dieser Welt wieder – wo bedarf es der Umkehr und wo des „Früchte-Bringens"?
  • Wo finde ich selbst für mich den Geist der Weisheit und der Einsicht, des Rates und der Stärke, der Erkenntnis und der Frucht Jhwhs?

 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der
Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

 

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Kategorie: Hinführung, Lesejahr A

Datum: 28.11.2022

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