Für die Weggemeinschaften und das persönliche Nachdenken daheim finden Sie hier die Hinführung zum Evangelium vom 17. Sonntag im Jahreskreis

Mit dem Evangelium auf dem Weg


Für die Weggemeinschaften und das persönliche Nachdenken daheim finden Sie hier die Hinführung zum Evangelium vom 17. Sonntag im Jahreskreis

17. Sonntag im Jahreskreis (B), 25.07.2021, Joh 6,1-15, Hinführung
Markus St. Bugnyár, Rektor des Hospiz in Jerusalem

Berge sind göttlich. Das wissen Tiroler besser als andere. In den Bergen sind wir der Schöpfung nah und damit auch dem Schöpfer. Im Glaubensbekenntnis sprechen wir: „Wir glauben an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde." Also können wir in und durch die Schöpfung den Vater erkennen, der sich in ihr zeigt und sie uns geschenkt hat.
In den Bergen sind wir dem Himmel ganz, jedenfalls näher als im Tal. Von alters her haben die Menschen auf Bergen den Kontakt zu den Göttern gesucht; zu den guten Göttern jedenfalls, denn nur die bösen Götter wandelten unter der Erde oder in den Tiefen der Meere. Einen Berg, einen Aufstieg baute man dann auch in Kirchen und Kapellen symbolisch nach; durch die Stufen, die von der Ebene zum Altar hinaufführen. Von einem Hochalter sprach man nicht nur wegen seiner Höhe, sondern weil er zum Höchsten führen und wir zu ihm hinaufsteigen sollen.
Dieses Hinaufsteigen ist ein körperliches Wandern und Klettern, aber auch ein geistlich-moralisches Über-sich-Hinauswachsen; ein besserer Mensch zu werden als der, der ich gestern noch war. Das alles bringt das Wort vom Berg in Erinnerung. Alle wichtigen Schlüsselszenen in der Geschichte Gottes mit seinem Volk handeln auf Bergen. Die Niederungen des Lebens sollen wir abstreifen. Hinauf himmelwärts erhebet die Herzen und den Sinn.
Wer zu Jesus kommt, leidet keinen Hunger, spürt keinen Mangel. Wer zu Jesus kommt, hat das Leben in Fülle. Und das ganz im Ernst. Er ist dem Himmel ganz nah.
Ich bin dafür, dass wir das Evangelium genauso verstehen sollten, wie es dasteht; keine symbolischen Interpretationen. Denn: Warum sollte der, der die Welt und den Kosmos und das Universum geschaffen hat (und das glauben wir gern bereitwillig im Credo), nicht auch in der Lage sein, ein paar Brotfladen entstehen zu lassen (was manchem als Wunder zu unwirklich scheint)?

Fragen zum Weiterdenken:
1. Trauen Sie Jesus zu, dass er in Ihrem Leben aufscheinen kann? Trauen Sie Gott zu, dass er Antworten für Sie ganz konkret liefern kann? Lautet Ihre Antwort: Nein; warum wundern Sie sich dann, dass er sich Ihnen nicht zeigt?
2. Jesus nährt die Menschen. Aus ganz wenig wird ganz viel. Wer teilt, hat mehr vom Leben. Erinnern Sie sich an die arme Witwe, die zwei kleine Münzen spendete und dabei viel mehr gab als der Reiche in seinem Überfluss. Mit wem können Sie das Wertvollste -Nähe und Zeit teilen?


 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der Missionarischen Pastoral der Diözese Innsbruck

Wer die Hinführung wöchentlich per email als pdf zugeschickt bekommen möchte, melde sich bei martin.lesky@dibk.at

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