Mit dem Evangelium auf dem Weg


Für die Weggemeinschaften und das persönliche Nachdenken daheim finden Sie hier die Hinführung zum Sonntagsevangelium vom 15. Sonntag im Jahreskreis.

15. Sonntag im Jahreskreis (A), 12.07.2020, Mt 13,1–23, Hinführung
Carina Mathoy

Wie sooft in den Evangelien wird ein neuer Abschnitt mit einem Ortswechsel verbunden. Jesus verlässt das Haus und begibt sich an das Ufer des Sees. Es wird berichtet, dass sich auch dort viele Menschen um ihn versammelten und er vom Boot aus mehrere Gleichnisse an die Menschenmenge richtete. Jesus geht in seinen Bildern auf die Lebenswelt der Menschen ein und verwendet häufig Vergleiche zu landwirtschaftlichen Tätigkeiten.
In vielen Gleichnissen finden wir die Bemerkung: „Mit dem Himmelreich ist es wie ..." – hier aber fehlt dieser Vergleich. Jesus beginnt sofort mit dem Gleichnis und erläutert die Vorgehensweise des Sämanns. Das Verhältnis ist jedoch verdreht. Die unfruchtbaren Untergründe scheinen zu überwiegen. Obwohl es hoffnungslos erscheint, kommt am Ende doch der nicht erwartete, vielfache Ertrag heraus. Was hat jedoch das Bild des Sämanns mit dem Hören zu tun? In den Versen 18-23 löst Jesus das Gleichnis seinen Jüngern auf: Bei jenen, die das Wort hören und nicht verstehen, ist der Samen auf den Weg gefallen. Bei jenen, die das Wort hören und freudig aufnehmen, bei Bedrängnis aber unbeständig werden, ist der Samen auf felsigen Boden gefallen. Bei jenen, die das Wort zwar hören, aber im Reichtum und in den irdischen Sorgen verweilen, erstickt die Frucht. Auf guten Boden ist das Wort Gottes gefallen, wenn sein Wort gehört und verstanden wird.
Die Botschaft, die Jesus verkündet, findet zwar viele Zuhörer, jedoch wird sie nur von wenigen verstanden. Die Matthäusgemeinde will eine Antwort finden, warum die Botschaft Jesu bei einigen „fruchtet" und bei anderen nicht. Diese Tatsache wird auch in anderen Schriftstellen sichtbar – genannt wird hier Jesaja, der von Jesus ausführlich zitiert wird (Jes 6,9-10). Der Prophet beantwortet diese Frage mit der Härte des Herzens und der „Bestimmung", dass Gott selbst nicht allen das Verständnis schenkt – und Jesus? Er erklärt diese Realität auf ähnliche Weise. Nicht alle ursprünglichen Adressaten der Botschaft hören und verstehen und so sucht das Wort Gottes neue Menschen und Wege. Gott will uns die Freiheit bewahren, sein Wort und seine Botschaft aufzunehmen oder nicht – damals wie heute.

Zum Weiterdenken:
1. Wo komme ich mit dem Wort Gottes in Berührung?
2. Wie kann das Wort Gottes wieder neu zur Sprache gebracht werden?
3. Beeinflusst Gottes Wort mein Handeln und Tun im Alltag?


Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der Missionarischen Pastoral der Diözese Innsbruck

Wer die Hinführung wöchentlich per email als pdf zugeschickt bekommen möchte, melde sich bei martin.lesky@dibk.at

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