Mit dem Evangelium auf dem Weg


Für die Weggemeinschaften und das persönliche Nachdenken daheim finden Sie hier die Hinführung zum Evangelium vom 6. Sonntag im Jahreskreis

6. Sonntag im Jahreskreis (A), 12.02.2023, Mt 5,17-37, Hinführung
Martin Lesky

Nach dem letzten Sonntagsevangelium vom „Salz und Licht sein" folgt das heutige Evangelium. Es ist die dritte Stelle in der Bergpredigt und stellt eine erste Konkretisierung des „Salz und Licht seins" dar. Im ersten Vers lesen wir „Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern zu erfüllen" (Vers 17). In diesem Wort erfüllen steckt Fülle und erinnert an Leben in Fülle (Joh 10,10). Hier beschreibt Jesus, was Leben in Fülle für uns bedeutet.
Für Jesus sind das Gesetz und die Propheten Grundlage seines Handelns. Dies ist wichtig für das weitere Verstehen dieser Stelle. Man könnte zwar zuerst meinen, Jesus sei ein Freund der Pharisäer, denn sie waren diejenigen, die das Gesetz bis ins Kleinste erfüllten. Aber Jesus meint nicht ein wortwörtliches Halten und Erfüllen der Gesetze, sondern durch die Liebe und Gerechtigkeit wird das Gesetz erfüllt, wie in den kommenden Versen klar wird. Da heißt es zuerst einmal: „Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist" – wörtlich übersetzt „überfließt". Diese Überfließung zeigt sich in den folgenden drei Beispielen mitmenschlicher Beziehungen.
Jesus beginnt jedes Mal mit den Worten: „Ihr habt gehört ..." und sagt dann: „Ich aber sage euch ..." Die bessere Gerechtigkeit beginnt bei diesem ersten Beispiel mit dem Umgang miteinander. Zorn und Schimpfen gehören nicht dazu, sondern Versöhnung, sogar mit dem Feind.
Weiter geht es mit dem Gebot, nicht die Ehe zu brechen. Jesus wendet sich gegen jede Leichtfertigkeit, die Ehe zu brechen. Die einzige Ausnahme für einen Ehebruch formuliert Jesu in der Unzucht. Um seine Entschlossenheit zu zeigen, fügt Jesus das Wort vom rechten Auge hinzu.
Das dritte Beispiel handelt vom Schwören. Die bessere Gerechtigkeit zeigt sich darin, dass Christinnen und Christen ehrlich miteinander umgehen.
In dieser Stelle geht es ganz stark um Beziehung, um den Umgang miteinander. Die Botschaft Jesu könnte lauten: Warte nicht, bis es zur Übertretung des Gesetzes kommt, bis etwas Schlimmeres passiert, sondern reagiere schon bei kleinen Anzeichen von Beziehungsstörungen. Gib der Liebe und der Gerechtigkeit Raum! Dann wird dein Leben erfüllt sein, dann hast du Leben in Fülle.

Fragen zum Weiterdenken:
1. Was heißt für mich erfülltes Leben?
2. Was sind für mich kleine Anzeichen von Beziehungsstörungen, wie könnte ich in solchen Situationen reagieren?

 


 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der Missionarischen Pastoral der Diözese Innsbruck

Wer die Hinführung wöchentlich per email als pdf zugeschickt bekommen möchte, melde sich bei martin.lesky@dibk.at

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