Mit dem Evangelium auf dem Weg


Für die Weggemeinschaften und das persönliche Nachdenken daheim finden Sie hier die Hinführung zum Evangelium vom 3. Sonntag der Osterzeit

3. Sonntag der Osterzeit (B), 18.04.2021, Lk 24,35-48, Hinführung
Magdalena Hörmann-Prem, Pastoralassistentin

Das Evangelium vom 3. Sonntag der Osterzeit schließt an die Erzählung der „Emmausjünger" (Lk 24,13-35) an, die in der katholischen Leseordnung jedes Jahr am Ostermontag im Gottesdienst gelesen wird. Zwischen diesen beiden Texten besteht ein großer innerer Zusammenhang.

Während „die beiden Jünger, die von Emmaus zurück gekehrt waren" den anderen von ihrer Begegnung mit dem auferstandenen Jesus erzählen, kommt Jesus auch hier mit seinem für die Ostererzählungen typischen Friedensgruß („Friede sei mit euch!") zu allen, die jetzt gemeinsam versammelt sind. Trotz der Vorbereitung durch die beiden „Emmaus-Jünger" können die anderen zuerst nicht glauben, dass Jesus wirklich da ist. Sie haben Angst und zweifeln.

Daraufhin ergreift Jesus selbst Initiative und lädt ein zum Anfassen und Begreifen, er zeigt seine (durchbohrten) Hände und Füße, er isst sogar. Das alles will „beweisen", dass die Berichte von der Auferstehung real, von Jesus ausgehend und keine bloßen Halluzinationen der ersten Gläubigen sind.

Das Essen im Besonderen erinnert an das Mahl der beiden Jünger in Emmaus, an die Szene, wo sie Jesus beim Brotbrechen erkennen (vgl. Lk 24,30-31). Auch kann eine Verbindung zum gemeinsamen „Herrenmahl", dem „Brechen des Brotes" hergestellt werden, zu dem sich bereits die ersten Gläubigen trafen um sich an Jesus zu erinnern, wie er es aufgetragen hatte (vgl. Lk 22,19; Apg 2,42). Somit „bezeugt" das Evangelium: Der auferstandene Jesus ist derselbe, der mit den Aposteln das Abendmahl gefeiert hat, und er ist derselbe, der auch in der nachösterlichen Mahlgemeinschaft der Christ*innen (heute: Eucharistie) in ihrer Mitte gegenwärtig ist.

Eine weitere Parallele zur Emmaus-Geschichte ist ein neues Verständnis der Heiligen Schrift (Gesetz des Mose, Propheten, Psalmen) in Bezug auf Jesus als den Messias/Christus. Es ist Jesus, der seinen Jünger*innen die Augen für dieses neue Verständnis öffnet. Diese haben dann den Auftrag, dafür Zeugnis abzulegen. Dieses Zeugnis hat das Ziel, viele Menschen vom Glauben an Jesus Christus zu über-zeugen.

Auch hier liegt – wie schon im Evangelium des vergangenen Sonntags – der Sinn des ganzen aufgeschriebenen Evangeliums überhaupt: Alles wurde aufgeschrieben um auf Zweifel zu antworten und Menschen zum Glauben zu bringen.

Fragen zum Weiterdenken:
1. Gibt es besondere Situationen in meinem Leben, wo ich gespürt habe bzw. spüre, dass Jesus wirklich da war bzw. ist? Wenn ja, welche?
2. Was bedeutet es für mich, Zeuge/Zeugin des Glaubens zu sein?


 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der Missionarischen Pastoral der Diözese Innsbruck

Wer die Hinführung wöchentlich per email als pdf zugeschickt bekommen möchte, melde sich bei martin.lesky@dibk.at

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